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Düsseldorf
Zoll beschlagnahmt Schmuggelwaren im Wert von 100.000 Euro

Juni 2015: Schmuggelfund am Düsseldorfer Flughafen
Juni 2015: Schmuggelfund am Düsseldorfer Flughafen FOTO: Zoll
Düsseldorf. Beamte des Zolls haben bei einer Routinekontrolle am Flughafen Schmuggelwaren im Wert von 100.000 Euro sichergestellt. Eine 34-Jährige, die gemeinsam mit ihrem Freund unterwegs war, hatte nicht angemeldete Handtaschen und Schmuck im Gepäck.

Die Frau war aus der Schweiz nach Deutschland gereist und hatte zunächst versucht, den Zollbereich durch den Ausgang für anmeldefreie Waren zu verlassen. Dabei wurde sie von den Zöllnern zur Kontrolle ihres Gepäcks gebeten. Bevor die Beamten ihren Koffer öffneten, gab die Frau an, in der Schweiz nichts gekauft zu haben.

Als die Zöllner in dem Gepäck der Frau in einer teuren Markenhandtasche ein Schmuckstück fanden, behauptete die 34-Jährige, sie hätte das Schmuckstück andernorts und nicht in der Schweiz erworben - dumm nur, dass die Zöllner auch den Kassenzettel zum Schmuckstück fanden; 18.000 Euro hatte die Frau dafür bezahlt: in der Schweiz.

Düsseldorf: Diese tierischen Souvenirs zieht der Zoll ein FOTO: dpa, fg lof

Der Fund machte die Beamten erst recht misstrauisch. Sie untersuchten auch die Handtasche genauer und stellten dabei fest, dass die Metallteile noch mit Folie beklebt waren. Offensichtlich handelte es sich auch dabei um Schmuggelware. Die Besitzerin behauptete aber weiterihn, dass die Tasche alt und eine Fälschung sei, die sie in China gekauft habe. Erst nachdem die Ermittler in einem Trolley weitere Waren mit Kaufbelegen aus der Schweiz fanden, zeigte sich die Frau geständig. 

Sie gab zu, alle Waren in der Schweiz gekauft zu haben. Allerdings sei alles keine böse Absicht gewesen: Ihre Eltern, die ebenfalls in der Schweiz im Urlaub waren, hätten den Schmuck mit nach China nehmen wollen, erklärte die Frau. Weil das aber nicht möglich gewesen sei, habe sie die Waren mit nach Deutschland gebracht. Dass sie die Taschen und den Schmuck allerdings beim Zoll hätte anmelden müssen, hätte sie angeblich nicht gewusst.

Fotos: Illegale Mitbringsel FOTO: Hauptzollamt Düsseldorf

Der Zoll hat gegen die Beschuldigte ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Steuerschaden beläuft sich auf rund 21.000 Euro. Die Waren sind erst einmal sichergestellt.

(sef)