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Foodyard Flingern
Jetzt bekommt auch Düsseldorf eine Markthalle

Foodyard Flingern: Düsseldorf bekommt eine Markthalle
Die Markthalle Neun in Berlin hat sich mittlerweile zu einem beliebten und trendigen Treffpunkt entwickelt. Die historische Markthalle stammt aus dem 19. Jahrhundert. In Düsseldorf soll es bald ähnlich aussehen. FOTO: imago
Düsseldorf. Markthallen entwickeln sich immer mehr zu einem beliebten Treffpunkt zum Essen und Beisammensein. In Köln, Berlin und den Niederlanden hat sich der Trend bereits etabliert. Am Samstag eröffnet der Foodyard Flingern in Düsseldorf. Von Saskia Nothofer

Ob Schweinenacken im Brötchen, Burger oder Buddha Bowl - im Foodyard Flingern, der am Samstag seine Pforten in der Fichtenstraße 21 öffnet, steht für Fleischesser, Vegetarier und auch Veganer etwas Passendes auf der Speisekarte. Für Düsseldorf ist das Projekt von Betreiber Magnus Timmen eine Neuheit, in den Niederlanden, Berlin und Köln gibt es bereits ähnliche Konzepte.

Timmen beschreibt sein Konzept als eine Art überdachten Markt, ähnlich wie ein Foodcourt in Einkaufszentren. Los geht es in Flingern vorerst mit drei Essensständen. An einem von ihnen gibt es Burger und Pommes Frites, an einem anderen lokale Fleischspezialitäten wie Bratwurst und Schweinenacken im Brötchen oder Krustenschweinenacken. Wer mit Fleisch nichts anfangen kann, darf sich an Guacamole oder sogenannten Buddha Bowls satt essen, also Schüsseln, die mit allerlei Gemüse, gesunden Kohlenhydraten und eiweißreichen Zutaten wie beispielsweise Linsen gefüllt sind. "Alles, was möglich ist, beziehen wir aus lokalem Anbau oder lokaler Haltung", so Timmen.

Craft Biere und Weine beliebt

Zum Durststillen gibt es Craft Limonade sowie Craft Bier und Wein. Das Angebot an Wein variiert. "Je nach Saison gibt es verschiedene Weinsorten", sagt Timmen. Es handele sich aber immer um zwei Weiß- und zwei Rotweine sowie einen Roséwein. "Das Angebot ist klein, aber variabel", so der Betreiber. Nach der Eröffnung ist der Foodyard Flingern jeden Mittwoch bis Samstag von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Und zwar fast ganzjährig. Lediglich im Januar erwägt Timmen, die Tore für vier Wochen zu schließen. Fest steht das aber noch nicht.

Sicher ist dagegen, dass es nicht immer bei den drei Essensständen bleiben wird. "Neben den Foodwagen werden auch immer wieder Bands auftreten", erzählt Betreiber Timmen. Zudem plant er verschiedene Märkte und Conventions. Letzteres bezeichnet eine Veranstaltung, bei der sich Menschen mit gleichartigen Interessen treffen. So ist laut Timmen in Flingern etwa eine Sneaker-Convention geplant. Unabhängig von Sonderveranstaltungen möchte der Betreiber eine breit gefächerte Zielgruppe ansprechen. "Bei uns ist jedes Alter willkommen, gerade auch Familien sind immer gern gesehen", so Timmen.

In Köln hat Anfang Januar im Belgischen Viertel eine Markthalle eröffnet. Auf 400 Quadratmetern, verteilt auf zwei Ebenen, gibt es etliche Lebensmittelstände und Gastronomie, die zum Einkaufen, Flanieren und Beisammensein einladen. Die Halle in der Maastrichter Straße 45 ist montags bis samstags von zehn bis 20 Uhr geöffnet und bietet einen Blumenladen, eine Espresso-Bar, eine Metzgerei, einen Obst- und Gemüsestand, einen Bäcker, einen Weinstand sowie französische Spezialitäten. Leckereien aus dem Nachbarland gibt es auch in Düsseldorf zu kaufen. Denn die beiden Betreiber haben auch einen festen Marktstand auf dem Düsseldorfer Carlsplatz.

Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg

Die Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg gibt es schon wesentlich länger. Im Jahr 2011 wurde die historische Markthalle aus dem 19. Jahrhundert neu belebt und entwickelte sich bald zu einem beliebten und trendigen Treffpunkt für Jung und Alt. Vor allem frische Waren wie Obst und Gemüse, Feinkost und regionale Spezialitäten, Fisch, Fleisch und Wurst, Käse, Brot und Backwaren, aber auch Produkte wie Tee und Kaffee, Bier, Wein und Spirituosen, Cafés und Imbissstände, Blumen, Handwerk und Dienstleistungen sind dort im Angebot. Jeden Freitag und Samstag findet der Wochenmarkt statt.

"Street Food Thursday"

Zudem finden ausgewählte Thementage statt. Eine feste Veranstaltung gibt es so jeden Donnerstag. Dann können Besucher beim sogenannten "Street Food Thursday" aktuelle Imbisstrends probieren. In unregelmäßigen Abständen wird ein Frühstücksmarkt geboten. Dazu gibt es Einzelevents wie etwa "Wurst und Bier", einen "Tofu Workshop" oder den "Naschmarkt" mit vielen süßen Leckereien.

Bernd Maier, der Betreiber der Markthalle, will es mit dem Angebot aber nicht übertreiben und weiterhin auf hochwertige, regionale Ware und Handarbeit setzen. "Was wir nicht werden wollen, ist eine Fressmeile", sagte er kürzlich in einem Interview.

Auch in den niederländischen Großstädten Amsterdam und Rotterdam ist der Markthallentrend schon seit einigen Jahren angekommen. Seit 2014 gibt es dort an den überdachten Ständen kleine Köstlichkeiten aus der ganzen Welt.

Quelle: RP
 
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