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Düsseldorf
Rückenwind für Fortuna

Düsseldorf. Stadtspitze bittet Bevölkerung um Unterstützung im Abstiegskampf. Von Uwe-Jens Ruhnau

Viele Düsseldorfer Sportvereine trommeln bereits für die Fortuna, jetzt tut es auch die Stadtspitze und appelliert an die Bürger, den Verein im Abstiegskampf zu unterstützen und zu den letzten vier Heimspielen der Saison ins Stadion zu gehen. "Die Spieler sind verunsichert. Sie brauchen jetzt das Gefühl, dass man hinter ihnen steht", sagt Bürgermeister Günter Karen-Jungen.

Der Grünen-Politiker, der Fortuna-Fan ist und bereits im Aufsichtsrat des Vereins saß, war nach den letzten Spielen erschreckt darüber, wie in den sozialen Netzwerken über den Klub hergezogen wurde. "Das war kübelweise Beschimpfung und Beleidigung", sagt der Düsseldorfer. Er habe gedacht, dass man das so nicht stehen lassen dürfe. "Die Mannschaft spielt nicht gut, aber ordentlich. Nach einem Gegentreffer fällt sie leider geradezu auseinander - man spürt die Verunsicherung, die Spiele werden offensichtlich im Kopf verloren." In dieser Situation seien Schmähungen jedoch nicht das Richtige, sondern Unterstützung.

Funkel leitet erstes Training bei der Fortuna FOTO: Falk Janning

Die will Karen-Jungen jetzt organisieren. "Wir rücken zusammen: Unterstützt Fortuna" steht über seinem Aufruf, 86 bekannte Düsseldorfer von Kom(m)ödchen-Chef Kay Lorentz bis zum Oberbürgermeister haben unterschrieben. In gefetteten Buchstaben wird den Spielern direkt Mut zugesprochen: "Mit Mut und Selbstvertrauen schafft ihr das, und wir sind überzeugt, dass ihr es schaffen könnt!" Und: "Was wir alle nicht brauchen ist 3. Liga!"

Das betont auch Oberbürgermeister Thomas Geisel, der zur Pressekonferenz eigens einen Fortuna-Schal umgelegt hatte. Der Fußballverein gehöre zur Identität der Stadt. Wenn es ihm nicht gut gehe, strahle das auch auf das Bild der Stadt aus. Die Fans könnten bei den anstehenden Spielen zum 12. und 13. Mann werden. "Es wäre schön, wenn im Stadion schon gegen Kaiserslautern 30.000 bis 35.000 Zuschauer wären."

Funkel heizt den Konkurrenzkampf an FOTO: Falk Janning

Fortuna selbst tut wenig, um mit besonderen Einfällen dem stetigen Zuschauerschwund zu begegnen. Sonderpreise auf einigen Tribünen, Aktionen mit Schulen wären möglich. Karen-Jungen will mit diesem Anliegen jetzt auf den Klub zugehen, "vielleicht wäre das ja etwas für das Spiel gegen den Spitzenreiter Leipzig".

Quelle: RP
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