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Düsseldorf
Franklinhof soll 2015 umgebaut werden

Pempelfort. Erst sollen die Kanäle saniert und eine neue Beleuchtung angelegt werden. Ein externes Planungsbüro wurde mit der weiteren Gestaltung beauftragt. Initiative "Pro Franklinstraße" beharrt jedoch auf der Umsetzung ihres Entwurfes. Von Christine Zacharias

In den Ausbau des Franklinhofes kommt wieder Bewegung. Möglicherweise schon im Sommer kommenden Jahres könnte die "Grüne Oase" der Initiative "Pro Franklinstraße", wenn auch in eventuell abgeänderter Form, wahr werden. "Wir begrüßen die Tatsache natürlich, dass die Planungen endlich vorangehen", sagt Arnold Igel, der Sprecher der Initiative "Pro Franklinstraße".

Erst durch einen Hinweis der Rheinischen Post allerdings hatte die Gruppe von der neuen Wendung erfahren. Daraufhin wandten sich die Mitglieder der Initiative an das Büro des Oberbürgermeisters sowie das Amt für Gebäudemanagement.

Dort erfuhren sie, was eher versteckt in einer kleinen Mitteilung der Verwaltung an die Bezirksvertretung 1 verkündet worden war: Dass nämlich die "Fertigstellung der Außenanlagen bis zum Ende der Sommerferien 2015 je nach Witterung erfolgen könnte". Direkt informiert hatte die Stadt die Gruppe, die sich seit einigen Jahren für die Aufwertung des Platzes vor der Volkshochschule einsetzt, nicht.

Zur Erinnerung: Die von der Stadt geplante Bebauung des Vorhofs der VHS mit einem Schulneubau konnte die örtliche Initiative "Pro Franklinstraße" vor knapp vier Jahren verhindern. Die Mitglieder setzten sich stattdessen für eine "Grüne Oase", also eine zum Teil öffentliche Parkanlage dort ein, für die sie einen kompletten Entwurf ausarbeiteten. Kostenpunkt: eine Million Euro. Die Stadt reagierte darauf eher verhalten bis teilweise ablehnend.

So wurde die Initiative selbst aktiv und engagierte in einem ersten Schritt im vergangenen Jahr den Künstler Bogomir Ecker, der in den hundertjährigen Platanen des Platzes einige Objekte aufhängte. Zur Hängung kam Oberbürgermeister Dirk Elbers selbst vorbei. Bevor der Vorplatz nun weiter umgestaltet werden könne, müssen nach Angaben der Verwaltung aber die Grundleitungen auf dem Platz saniert werden.

Für die Neuanlage der Schulhoffläche hat die Verwaltung nun ihrerseits einen Gestaltungsvorschlag erarbeitet, bei dem das Konzept der Bürgerinitiative aber berücksichtigt worden sei. Überdies hat man ein externes Planungsbüro mit der weiteren Entwicklung der Gestaltung beauftragt. Eine "erste Entwurfsplanung" dieses Büros soll noch in diesem Monat vorliegen.

Danach geht es an die eigentliche Ausarbeitung unter Berücksichtigung sowohl der Belange der Schule als auch des Konzeptes der Bürgerinitiative. Die Kanalsanierung soll dann im April beginnen. Parallel werden Kabel für die Schulhofbeleuchtung verlegt. Bis zu den Sommerferien will man diese Arbeiten abschließen, einschließlich einer zumindest provisorischen Herstellung der Oberfläche des Platzes. Die Fertigstellung der Außenanlagen, so die Verwaltung, könnte dann bis zum Ende der Sommerferien 2015 stattfinden – je nach Witterung.

"Das sind konstruktive Schritte in die richtige Richtung", sagt Sprecher Igel. "Entscheidend ist für uns aber, dass die weitere Planung auf der Grundlage unseres Konzeptes erfolgt. Das haben Fachleute aus unseren Reihen – Architekten, Stadtplaner und Künstler – entwickelt. Der Entwurf berücksichtigt die Belange aller Beteiligten, der Schule, der Anwohner, der Feuerwehr und so weiter. Dass es da ein anderes, noch besseres Konzept geben könnte, glauben wir nicht."

Offenbar hat man bei der Stadt gemerkt, dass auch diesmal die Kommunikation wieder nicht optimal war: "Wir sollen jetzt besser in den Prozess eingebunden werden", berichtet Igel. Anfang März will die Stadt der Initiative den genauen Planungsstand präsentieren.

Quelle: RP
 
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