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Düsseldorf
Frauenheimatverein schrubbt Denkmäler am Stadtmuseum

Düsseldorf. Strahlendblauer Himmel, Sonnenschein und bereits am Vormittag angenehme Temperaturen - passender hätte das Wetter gestern für die Pflege der Denkmäler im Park hinter dem Stadtmuseum kaum sein können. Einmal im Jahr, meistens im April, treffen sich einige Mitglieder des Heimatvereins "Düsseldorfer Weiter", ausgerüstet mit Besen, Schrubbern und Lappen, um neben den im Park aufgestellten Denkmälern und insbesondere das Bronzemonument Anna Maria Luisa de Medici am Parkeingang zu säubern. Das Monument hat der Verein der Stadt im Jahr 1988 zur 700-Jahr-Feier gestiftet. "Wir dürfen es nur mit Wasser reinigen, damit die Patina nicht verloren geht", sagt Ursula Verhofen, Schriftführerin des Vereins.

Sabine Hesemann-Nageldinger, Tochter und zudem Stellvertreterin der Vereinsvorsitzenden Helga Hesemann, putzt auch die Lampen, die es im Dunkeln beleuchten, und entfernt das Unkraut an der Mauer des Museumsparks. Dass der Verein sich besonders um diese Denkmäler kümmert, geht auf eine Anregung des ehemaligen Direktors des Stadtmuseums, Wieland Koenig, zurück. Er machte der Initiatorin und damaligen Vorsitzenden des Vereins, Ruth Willigalla, Anfang der 1980er Jahre den Vorschlag. Seitdem werden die Denkmäler regelmäßig von den Mitgliedern gepflegt.

Neben der Denkmalpflege hat es sich der 1978 gegründete Verein - Düsseldorfs einziger Heimatverein nur für Frauen - unter anderem zur Aufgabe gemacht, Namen von Frauen in der Namensgebung von Düsseldorfer Straßen und Plätzen anzuregen. So ist es den "Düsseldorfer Weiter" zu verdanken, dass der Platz vor dem Parkeingang Anna-Maria-Luisa-Medici-Platz heißt. Zudem will der Verein die heimische Mundart fördern und erhalten. Dafür steht auch der Vereinsname: Mundartlich gesprochen ist ein Weit ein Mädchen, viele Mädchen sind also Weiter.

(werth)
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