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Düsseldorf
Freibadpreise sollen "kritisch überprüft" werden

Düsseldorf. Die Bädergesellschaft soll ihre neue Preisgestaltung noch einmal "kritisch überprüfen". Das haben gestern die Mitglieder des Sportausschusses einstimmig beschlossen. Damit reagierten die Politiker auf einen Antrag des Jugendrings. Dieser hatte im Jugendhilfeausschuss beantragt, die zum 1. Mai angehobenen Eintrittspreise für Kinder, Jugendliche und Studenten in die städtischen Freibäder wieder zu senken. Ein neues Preiskonzept der Bädergesellschaft mit einem Einheitspreis für die Freibäder in Höhe von 3,50 Euro führt dazu, dass diese Gruppe nun 60 Cent mehr zahlen muss als bisher.

Viele Mitglieder des Ausschusses schlossen sich der Kritik des Jugendrings an. "Für eine familienfreundliche Stadt, die Düsseldorf sein will, ist das ein Armutszeugnis", erklärte Leon Brink, der den Jugendrat im Ausschuss vertritt. Die Preiserhöhung sei ein Tabubruch und völlig indiskutabel, erklärte Georg Blanchard von Die Linke. Roland Kettler, Chef der Bädergesellschaft, hatte noch einmal erläutert, dass der Einheitspreis die Möglichkeit biete, Personalkosten zu sparen, weil Kontrollen für die Vergünstigungen entfallen. Ursprünglich geplant sei ein Einheitspreis von vier Euro gewesen, der Aufsichtsrat habe dann 3,50 Euro genehmigt.

Die Politiker im Ausschuss wollten der Bädergesellschaft keinen anderen Preis diktieren, baten aber um eine Überprüfung des Gesamtkonzepts.

(stz)
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