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Gastro-Tipp
Köstlichkeiten aus Indien in Flingern

Gastro-Tipp: Köstlichkeiten aus Indien in Flingern
Das Lokal "Almas" in Flingern FOTO: RED
Düsseldorf. Das schlichte Ambiente des Lokals "Almas" in Flingern täuscht: Es bietet eine köstliche und exotische Vielfalt der indischen Küche. Von Julia Brabeck

Wer einen Blick in das Restaurant "Almas" wirft, darf sich nicht vom schlichten Ambiente und den gespachtelten Rauputzwänden, die an eine klassische Pizzeria erinnern, täuschen lassen. Denn die einfache Ausstattung steht im krassen Gegensatz zu der Vielfalt an raffinierten indischen Speisen, die in dem kleinen Lokal angeboten werden.

"Auf schrille, knallig bunte Farben sowie kitschige, indische Accessoires habe ich bewusst verzichtet und stattdessen authentische Fotos vom Leben und den Speisen in Indien ausgewählt", sagt Inhaber Ali Nazish Tabassim. "Die Gäste sollen sich in diesem einfachen, aber familiär wohnlichen Ambiente wohlfühlen." Er steht auch selber am Herd, wobei dieser im "Almas" nur eine untergeordnete Rolle spielt. Denn zu den Spezialitäten des Hauses zählen Speisen aus dem Tandoor, einem traditionellen Lehmofen, der mit Holzkohle betrieben wird. An seinen Wänden werden unter anderem die großen Fladenbrote frisch gebacken, die nicht nur als Beilage dienen, sondern auch mit verschiedenen Füllungen bestellt werden können. Das luftig gebackene Brot mit Lammhackfleisch-Füllung oder die Variante mit würzigen Kartoffeln und indischem Käse kostet jeweils 4,20 Euro. Weitere Köstlichkeiten aus dem Ofen, der für ein besonderes Aroma sorgt, sind Gerichte mit Huhn und Lamm. Beim Chicken Tandoori (11,90 Euro) wird das Hühnerfleisch mit Knochen traditionell mit Joghurt, Essig, Ingwer und Knoblauch mariniert und erhält so seinen würzigen Geschmack. Dann wird es auf einem Spieß im Tandoor gegrillt und mit Fladenbrot serviert, zu dem eine Joghurtcreme gereicht wird.

Auf der Speisekarte stehen auch zahlreiche andere klassische indische Gerichte, die in Varianten mit Huhn, Fisch, Riesengarnelen oder Lamm zubereitet werden und deren Geschmacksrichtung von mild bis sehr scharf reicht. Dazu gehören Currygerichte, die mit großen Schüsseln Reis serviert werden oder Biryani, gebratener Reis, der mit zartem Hühnerfleisch (12,50 Euro) oder verschiedenen Gemüsesorten und Mandeln (11,50 Euro) angeboten wird.

Überhaupt gibt es viele verschiedene Gemüsegerichte für Vegetarier. Die Kombination hausgemachter indischer Hüttenkäse mit Paprika, Zwiebel und frischen Tomaten in Marsalasoße (11,90 Euro) schmeckt wunderbar. Unbedingt probieren sollte man die Gemüsebällchen in Kichererbsenmehlhülle, die im Fett ausgebacken und als Vorspeisen serviert werden.

Das Nachspeisenangebot ist mit drei Gerichten überschaubar. Wer sich gegen den indischen Milchreis (4,50 Euro) und für das indische Eis mit Pistazien und Mandeln (4,50 Euro) entscheidet, wird nicht das üblich cremige Dessert erhalten. Vielmehr wird das indische Eis in kleinen Würfeln, die aussehen wie Karamellbonbons, serviert. Sie lösen sich langsam im Mund auf und entwickeln eine überraschende Süße. Auch bei den Getränken finden sich einige indische Spezialitäten wie der indische Volkstee Chai für 3,50 Euro das Kännchen und das indische Joghurtgetränk Lassi in süßen und salzigen Variationen. Aber nicht nur die Gerichte werden authentisch zubereitet, auch das Speisen selber ist für den Gast in traditioneller Form möglich. "Die Gäste haben bei uns die Möglichkeit, auf Messer und Gabel zu verzichten und wie in indischen Wohnzimmern die Speisen mit der Hand zu sich zu nehmen. Wir zeigen gerne, wie das geht", sagt Ali Nazish Tabassim.

Quelle: RP
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