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Veranstaltungs-Tipp
Kultur für Kurzentschlossene

Veranstaltungs-Tipp: Kultur für Kurzentschlossene
Eher ein bunter Theaterrausch als dezentes Auftreten: "Xerxes" begeistert in der Oper am Rhein. FOTO: Michel
Düsseldorf. Oper, Comedy, Bluesrock, Tanztheater und Experimentelles - fünf sehenswerte Kulturveranstaltungen, für die es im Laufe dieser Woche noch Karten zu kaufen gibt. Von Dagmar Haas-Pilwat

Händels "Xerxes" Es war ein Theaterrausch, der die Zuschauer der Aufführungen von Georg Friedrich Händels "Xerxes" 2013 ergriffen hatte. Stürmischer Applaus krönte die Premiere von Stefan Herheims Inszenierung. Nun kehrt der liebestolle Perserkönig Xerxes in Gestalt des Countertenors Valer Sabadus am Mittwoch ins Opernhaus zurück. Erstmals dabei ist die Mezzosopranistin Laura Nykänen als Amastre. Zusammen mit dem Chor der Deutschen Oper am Rhein und den Barockspezialisten der Neuen Düsseldorfer Hofmusik unter der Leitung von Konrad Junghänel lässt das Ensemble Witz und Spielfreude der Produktion wieder aufleben.

Bernd Stelter Auf Deutschlands Kabarett- und Comedy-Bühnen ist man sich ziemlich einig: Männer und Frauen passen nicht zusammen. Comedian Bernd Stelter steht kurz vor der Silberhochzeit und macht sich am Mittwoch im Savoy Theater unter dem Motto "Wer heiratet, teilt sich die Sorgen, die er vorher nicht hatte" seine Gedanken über die Ehe.

Kenny Wayne Shepherd Ein Jahr nach Veröffentlichung seines Albums "Goin' Home" kommen der Bluesrock Gitarrist Kenny Wayne Shepherd und seine Band zum dritten mal nach Deutschland und nach Düsseldorf am Mittwoch in den Club 134 im Stahlwerk. "Goin' Home" enthält Songs, die ursprünglich von Shepherds Idolen wie B. B. King, Albert King, Bo Diddley, Stevie Ray Vaughan, Johnny "Guitar" Watson, Lee Dorsey und vielen anderen Größen des Blues' aufgenommen wurden. Er griff tief in deren Plattenkiste und wählte die Songs, die ihn inspirierten, als er selbst noch das Gitarrenspiel erlernte.

Bernd Stelter tritt am Mittwoch im Savoy Theater auf. FOTO: A. Bretz

She She Pop Hier kommen die Mütter. Nachdem She She Pop für ihr internationales Erfolgsstück "Testament" die eigenen Väter auf die Bühne holten, begegnen die Performerinnen nun ihren Müttern - und zwar am Freitag und Samstag im Scheinwerferlicht der Bühne des Tanzhauses NRW. Zur Musik von Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" stellen sie die Frage nach dem weiblichen Opfer in der Familie und in der Gesellschaft. Ist Zusammenleben möglich, wenn niemand mehr bereit ist zu verzichten? Im Gegensatz zu der Gemeinschaft, die sich bei Strawinsky für das Frühlingsopfer versammelt, besteht bei She She Pop und den Müttern keineswegs Einigkeit über das Vorgehen, im Gegenteil: Gesprochene und getanzte Sequenzen fügen sich zusammen zu einem Ritual der Auseinandersetzung .

Barock trifft Modern Jazz Erneut begibt sich das Düsseldorfer Engstfeld/Weiss-Quartett auf neues musikalisches Terrain und widmet sich am Sonntag im Robert-Schumann-Saal der Zeit des Barock. Im Rahmen der Reihe "Original & Fälschung" stellen sie Originalkompositionen von Bach, Händel, Monteverdi unter anderem ihrer verjazzten "Fälschung" direkt gegenüber. Dorothee Mields, eine der führenden Interpretinnen für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, und Pianistin Yvonne Gesler begleiten das von RP-Redakteur Wolfram Goertz moderierte Konzert.

 

Quelle: RP
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