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Düsseldorf-Süd
Frühlingserwachen im Garten

Düsseldorf-Süd. Die Stadtgärtner haben bereits begonnen, die ersten Frühlingsblüher zu pflanzen. 88.500 Pflanzen werden es im Schlosspark Benrath sein. 30.000 sind für den Parterregarten und 16.500 für den Blumengarten bestimmt. "Gelegentliche Nachtfröste schaden den Frühlingsblumen nicht, ein paar Grad unter Null können sie durchaus vertragen", sagt Gartenamtsleiterin Doris Törkel. Von Simona Meier

Auch im heimischen Garten startet jetzt für viele Hobbygärtner die Saison. Die Lust auf frische Farbtupfer ist groß; doch viele wissen nicht so genau, was sie pflanzen sollen. Unsicherheit erlebt Karl-Josef Stoffels aus der Himmelgeister Großgärtnerei zu Beginn der Pflanzzeit: "Viele haben Angst vor Frost, andere fragen schon jetzt nach typischen Sommerblumen wie Geranien", sagt er. Eine Erfahrung, die auch Chris Korfmacher von Korfys Pflanzenwelt in Reisholz teilt. "Geranien werden schon gewünscht. Doch jetzt ist Zeit für Hornveilchen, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Zwiebelpflanzen wie Tulpen und Narzissen", sagt er. Die finden nicht nur im Beet, sondern auch in Kübeln und Kisten auf dem Balkon ihren Platz.

Dass viele bei ihrem Einkauf nur an die Pflanzen und nicht an den Dünger denken, erleben die Gartenprofis häufig. Balkonlangzeitdünger kann beispielsweise direkt beim Pflanzen in die Erde eingearbeitet werden. Auf die müssen die Hobbygärtner ebenfalls ein Auge haben. Es muss zwar nicht immer neue Erde sein, aber wenn sie von alten Pflanzen zu stark durchwurzelt ist, lohnt sich die Neuanschaffung. Wer den Garten frühlingsfit macht, sollte auch den Rasen nicht vergessen, empfiehlt Gärtner Karl-Josef Stoffels: "Rasenflächen muss man jetzt kalken, das hat der Regen ausgewaschen, dann kann das erste Mal gemäht werden, aber nicht zu kurz." Im Anschluss kann dann das erste Vertikutieren erfolgen.

In diesem Jahr trägt der Garten Pastelltöne neben den gängigen frischen Gelbfärbungen. Markus Grützner von Grützner Blumenkunst aus Urdenbach empfiehlt das Haselglöckchen, um im Frühjahr Akzente zu setzen: "Das ist ein Geheimtipp. Ein kleines Ziergehölz, das in hellem Gelb blüht und einen sonnigen Standort bevorzugt", sagt er. Viele mögen es trotz Trendfarben vor allem bunt, erlebt Gärtnermeister Karl-Heinz Schneider in seinen Geschäften in Reisholz und Hassels: "Leuchtende Farben und kleinblütige Narzissen sind dann gefragt, weil sie nicht so leicht umknicken", sagt er. Frühlingsstauden können neben den Zwiebelpflanzen problemlos Platz in der Erde finden. Blaukissen und Goldlack sind beliebt, stellt Chris Korfmacher fest. Markus Grützner rät zum Freiland-Alpenveilchen, das häufig vergessen wird, dann aber die Betrachter mit tollen Blüten überrascht. Auch das Gedenkemein setzt neue Akzente im heimischen Garten.

Wen es hinaus ins Grüne lockt, der ist mit den "Klassischen Vier" für die Bepflanzung aktuell gut beraten: Hornveilchen, großblütige Stiefmütterchen, Gänseblümchen und Vergissmeinnicht vertragen jedes Wetter. Unempfindlich präsentieren sich auch die typischen Frühlingsblüher wie Tulpen und Narzissen. "Als Renner entpuppen sich in diesem Jahr auch die kleinen Wildtulpen, die man erst drinnen und später auch draußen lassen kann", sagt Markus Grützner. Die Vielfalt in den Gartencentern lässt kaum Wünsche offen, und auch erste Gartenkräuter können schon eingepflanzt werden, erklärt Karl-Josef Stoffels.

Wer nicht den notwendigen Platz auf Balkon, Terrasse oder im heimischen Garten hat, kann sich den Frühling in Form von Sträußen ins Haus holen: Ranunkeln, Anemonen und Ginster eignen sich, Tulpen in allen Farben und Variationen natürlich ebenso wie Osterglocken und Traubenhyazinthen.

Karl-Heinz Schneider beobachtet, dass in diesem Jahr viele Kunden auch selbst gerne Nester für die Osterdekoration flechten. "Mit den weichen Zweigen von Birke oder Korkenzieherweide geht das einfach. In die Mitte können dann auch Tulpen oder Narzissen platziert werden", sagt er.

Quelle: RP
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