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Verkehr in Düsseldorf
Fünf Tipps gegen die Dauer-Staufallen in Düsseldorf

Verkehr in Düsseldorf: Fünf Tipps gegen die Dauer-Staufallen in Düsseldorf
Staus gehören zum Düsseldorfer Straßenbild - insbesondere in der Innenstadt, wie hier an der Heinrich-Heine-Allee. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Ein Navigationsgeräte-Hersteller hat eine Studie für Großstädte vorgelegt. In Düsseldorf brauchen Pendler bis zu 45 Prozent länger - ein guter Anlass, andere Wege und Verkehrsmittel auszuprobieren. Unsere Vorschläge, wie Sie gut durch den Stadtverkehr kommen.  Von Christian Herrendorf

Morgens ist es am schlimmsten. Düsseldorfer Pendler, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, müssen 45 Prozent mehr Fahrtzeit einkalkulieren. Dies ergibt der Verkehrsindex, den der Navigationsgerätehersteller TomTom am Dienstag veröffentlicht. Danach verlangsamt sich das Vorwärtskommen am Abend um 38 Prozent. Das heißt: Ein Pendler, der bei freier Strecke jeden Tag 30 Minuten zur Arbeit und zurück brauchen würde, benötigt während der Stoßzeiten am Morgen und Abend im Schnitt insgesamt 25 Minuten länger, als er für diese Strecken ohne Verkehrsbehinderungen brauchen würde. Deutschlandweit liegt Düsseldorf damit auf Rang sieben.

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Die Auswertung der Daten hat aber auch einen Vorteil für die Pendler. Da die Ursachen für die Staus dadurch ersichtlich werden und sich zugleich als schwer behebbar darstellen, ist es mindestens den Versuch wert, darauf mit verändertem Verkehrsverhalten zu reagieren. Die daraus folgenden Vorschläge im Überblick:

  1. Auf Stoßzeiten reagieren Besonders starke Nerven benötigen Pendler zwischen 8 und 9 Uhr, dann sind die Staus am längsten. Wer das weiß, kann überprüfen, inwieweit er auf diese Stoßzeiten reagieren kann. Ist es möglich, später zur Arbeit zu fahren? Oder kann man mit Nachbarn/Kollegen eine Fahrgemeinschaft bilden und so einen kleinen Beitrag zur Verringerung des Verkehrsaufkommens leisten?
  2. Wetter einkalkulieren Der Tag mit den meisten Staus im vergangenen Jahr war der 2. Februar. Damals fiel Schnee. Die Lehre: Auf besondere Wetterlagen reagieren die Autofahrer in und um Düsseldorf auch besonders. Wer also den Wetterbericht am Abend konsultiert und seinen Glauben am nächsten Morgen bestätigt findet, kann seine Anfahrt entsprechend besser planen.
  3. Vorurteile abbauen Mit Eröffnung der Wehrhahn-Linie ist das Nahverkehrs-Angebot der Landeshauptstadt noch einmal verbessert worden. Dennoch gibt es bei vielen Autofahrern Einwände gegen das Umsteigen, etwa die oftmals längere Fahrtzeit. Wie berechtigt letztgenannter Einwand ist, lässt sich zum Beispiel an einem Donnerstagabend erproben. Dann liegen die Stauwerte zwischen 17 und 18 Uhr im Wochenschnitt am höchsten.
  4.  Ausweichrouten planen Als Dauerbrenner im negativen Sinne unter den Staufallen haben sich folgende Orte entwickelt: Dazu zählen das Kaarster Kreuz, die Münchener Straße nördlich der A46 und der Bereich rund um Krupp- und Kettwiger Straße. Wer dort häufiger entlang muss, der sollte Alternativstrecken entwickeln und testen.
  5. Freitag später fahren Vor dem Wochenende macht der Düsseldorfer offenbar gerne früher Schluss. Die verkehrsreichste Stunde liegt dann schon zwischen 15 und 16 Uhr. Wer später fährt, ist dann oft schneller da.
Quelle: RP
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