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Weltnichtrauchertag 2017
Fünf Tipps, um leichter mit dem Rauchen aufzuhören

Weltnichtrauchertag 2017: Fünf Tipps, um leichter mit dem Rauchen aufzuhören
Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hilft beim Aufhören - Infos gibt's unter https://www.rauch-frei.info/. FOTO: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln
Düsseldorf. Nichtraucher werden wollen viele - hadern dann aber teils jahrelang mit der Sucht. Am Weltnichtrauchertag verrät ein Facharzt fünf Tipps, damit das Nichtrauchen leichter fällt. Von Oliver Burwig

Das Gesundheitsamt, die AOK, die "Aktion Nikotinkinder", der Verein "Aufklärung gegen Tabak" und das Universitäts-Tumorzentrum der Heine-Uni klären deshalb auf dem Heinrich-Heine-Platz zum Thema auf. Auch Dr. Reiner Wittke, Oberarzt am Lungenkrebszentrum der Kaiserswerther Diakonie, gibt Seminare zum Nichtrauchen. Uns verrät er fünf gute Tipps.

  1. Bereitschaft Wer mindestens denkt, "Eigentlich möchte ich ja schon aufhören", hat laut Wittke die Chance, bald zu jenen 40 Prozent zu gehören, die dauerhaft aufgehört haben. Freunde, Familie und Kollegen sollten dabei allerdings unterstützen
  2. Fragebogen Schon einfache Tests im Internet ("Wie abhängig bin ich?") könnten helfen, die körperliche und psychische Abhängigkeit auszuloten. "Muss ich nachts aufstehen, um zu rauchen? In welchen Situationen rauche ich? Stecke ich mir eine Zigarette an, um mich zu beruhigen oder mich aufzuputschen?", sind laut Wittke Fragen, die es zu beantworten gilt.
  3. Selbstanalyse Wer nicht weiß, warum er aufhören will, hat wenig Chancen. Laut Wittke müsse man sich klar machen, dass Nichtrauchen eine andere Lebensart ist. Wichtig sei auch der Grund, aus dem man raucht: "Wer sich bei jeder Zigarette fragen würde, ob sie notwendig ist, würde feststellen, dass ein Drittel eigentlich unnötig ist."
  4. Ersatz "Alle Raucher brauchen Ersatzhandlungen, wenn sie aufhören wollen", sagt Wittke. Eine Lösung ist es dann, sich in Situationen zu begeben, die das Rauchen ausschließen: zum Beispiel Sport, Kaugummikauen oder Telefonieren.
  5. Dranbleiben Wer sich nach Monaten der Abstinenz eine Zigarette anzündet, erleidet aus ärztlicher Sicht noch keinen Rück-, sondern nur einen Vorfall. "Vom Rückfall spricht man, wenn man wieder ganz im alten Verhaltensmuster ist", erklärt Wittke. Also nicht verzweifeln, sondern weiterversuchen. Oder sich besser vorher fragen: Will ich jetzt eine rauchen - und die 10.000 Zigaretten danach in Kauf nehmen?
Quelle: RP
 
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