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Düsseldorf
Fusion von WGZ und DZ Bank kostet 1000 Arbeitsplätze

Düsseldorf. Der Zusammenschluss der Düsseldorfer WGZ Bank und der Frankfurter DZ Bank ist so gut wie unter Dach und Fach. Auf der Hauptversammlung des Düsseldorfer Instituts gaben die Aktionäre gestern grünes Licht für das Vorhaben. Die Anteilseigener der Frankfurter DZ Bank wollen heute abschließend über die Fusion entscheiden.

Durch den Zusammenschluss der beiden genossenschaftlich organisierten Banken einsteht ein neues Spitzeninstitut mit mehr als 1000 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken. Gemessen an der Bilanzsumme von knapp 500 Milliarden Euro wäre es das drittgrößte Institut in Deutschland nach Deutscher Bank und Commerzbank.

Am 1. August soll die fusionierte Bank an den Start gehen. Angestrebt ist, die Integration bis Ende 2018 abzuschließen. Im Rahmen von Einsparungen sollen in den kommenden Jahren von rund 5500 Stellen insgesamt rund 1000 Arbeitsplätze entfallen. Frankfurt und Düsseldorf bleiben als Standorte erhalten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und langjährige Vorstandschef der WGZ Bank, Werner Böhnke, erklärte: "Mit dem heutigen Votum sind die Eigentümer der WGZ Bank ihrer großen Verantwortung für ihre Zentralbank und für die genossenschaftliche Finanz-Gruppe gerecht geworden. Dies ist ein erneuter Beleg für den starken Zusammenhalt, der für unsere Organisation kennzeichnend ist und der ihren nachhaltigen Erfolg ausmacht." Mit der gestrigen Entscheidung sei zugleich der Grundstein für die zukunftsfähige Weiterentwicklung in das geplante Holdingmodell gelegt", sagte Böhnke.

"Dies ist ein großer Tag für die WGZ Bank. Die überwältigende Zustimmung zum Verschmelzungsvertrag zeigt, dass unsere Aktionäre von den Vorteilen der Fusion mit der DZ Bank überzeugt sind. Im engen Schulterschluss mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken werden wir die Fusion zum Erfolg führen und eine starke vereinigte genossenschaftliche Zentralbank schaffen", sagte Hans-Bernd Wolberg, Vorstandsvorsitzender der WGZ Bank.

Mehrere Versuche, die beiden verbliebenen genossenschaftlichen Zentral-Institute zu fusionieren, waren in den vergangenen Jahren gescheitert. Besonders in Düsseldorf war ein möglicher Zusammenschluss stets mit Misstrauen beäugt worden, da man einen schwindenden Einfluss fürchtete.

(tb)
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