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Düsseldorf
Gänseessen im Großraum

Düsseldorf: Gänseessen im Großraum
Stefan Prill (rechts) hatte schon immer ein Faible für die Gänsebraten von Thomas und Gaby Drenkard . FOTO: RP/David Young
Düsseldorf. Im Stahlwerk steht zurzeit das Gastwirts-Ehepaar Gaby und Thomas Drenkard in der Küche. Von Julia Brabeck

Stefan Kleinbreuer ist positiv überrascht. "Ich habe mich gefragt, wie sie das Stahlwerk in ein Restaurant verwandeln wollen und finde das sehr gelungen." Der Unterrather ist zusammen mit 140 weiteren Gästen in die Veranstaltungshalle an der Ronsdorfer Straße gekommen, um an dem großen gemeinsamen Gänseessen teilzunehmen.

Dieses findet an zwei langen, mit weißen Tischdecken und großen Kerzenleuchtern eingedeckten Tafeln statt. Mit weißen Stoffvorhängen, hinter denen zahlreichen Kerzen leuchteten, wurde die Halle optisch verkleinert. Ein großer Hirschkopf über dem Eingang, Projektionen von Kaminfeuern und viele Windlichter sorgen für eine besondere Atmosphäre.

Bereits zum zweiten Mal bietet das Stahlwerk ein Gänseessen an und scheint damit den Nerv der Düsseldorfer getroffen zu haben, denn in diesem Jahr konnte die Anzahl der Termine bereits auf neun Tage massiv ausgeweitet werden. Entstanden ist die Idee, weil Geschäftsführer Stefan Prill nicht auf die in Düsseldorf gefragten Gänse der Wirtsleute Gaby und Thomas Drenkard verzichten wollte. Jahrelang war er Gast in der von ihnen betriebenen Gaststätte Möhker. Aus gesundheitlichen Gründen wurde diese aber im Juni 2014 geschlossen. Bereits einige Wochen später konnte Prill aber das Ehepaar überreden, wenigstens an einigen Tagen wieder in der Küche aktiv zu werden. Wobei dabei die Rollen ganz klar verteilt sind. "Ich bin für die Organisation und den Einkauf zuständig und Gaby ist die Köchin", sagt Thomas Drenkard. Er hat sichtlich Spaß daran, wieder Gastgeber zu sein und auch Gaby, die sich extra für die Veranstaltungszeit Urlaub genommen hat, ist ganz in ihrem Element und wirbelt ununterbrochen zwischen Kühlschrank, Herd, Arbeitsplatte und den vielen Mitarbeitern hin und her.

Denn ein großes Team ist nötig, um bis zu 200 Gäste fast gleichzeitig bewirten zu können. Den Besuchern der Veranstaltung wird Gänsebrust oder Gänsekeule und Rot- und Rosenkohl und Klöße serviert. "Ohne meine Freundin Marit wäre das gar nicht möglich. Die kann perfekt die Klöße formen und das ist nicht einfach", sagt Gaby Drenkard. Als Erfolgsgeheimnis für ihre Gerichte nennt sie: "Gute Produkte, die Liebe zur Arbeit und Empathie gegenüber dem Team, aber auch liebevolle Behandlung der Arbeitsgeräte."

Micky Brechter war früher in der Gänsezeit mehrfach in der Gaststätte Möhker in Hamm. Deshalb will er auch in diesem Jahr mehrmals im Stahlwerk den Braten genießen. "Die haben es echt nicht verlernt, der schmeckt weiterhin sehr gut." Als Begleitung hat er diesmal fünf Freunde mitgebracht, die einen kulinarischen Stammtisch bilden, regelmäßig gemeinsam Essen gehen. "Ich mag eigentlich keine Gans, aber ich muss sagen, die war echt super lecker", sagt Katja Stracke. Bei der Punktevergabe des Stammtischs am Ende der Mahlzeit erhielt deshalb auch das Essen von allen die volle Punktzahl, aber auch Service und Ambiente wurden hervorragend bewertet.

Stefan Prill will deshalb auch im nächsten Jahr wieder Gänseessen anbieten und denkt bereits über weitere Gastronomie-Events nach. "Essen ist einfach das neue Feiern", sagt der Geschäftsführer.

Quelle: RP
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