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Düsseldorf
Galerist beschaffte Drogen für einen Freund in Paris

Düsseldorf. Drogen für rund 6300 Euro für einen Freund in Paris zu beschaffen - das brachte einem Galeristen (55) beim Amtsgericht jetzt eine Bewährungsstrafe von 22 Monaten ein. Der Angeklagte gab im Prozess zu, zwischen Dezember 2014 und September 2015 in drei Portionen insgesamt 42 Gramm der Designer-Droge Crystal Meth zum Grammpreis von 150 Euro im Rheinland angekauft und anschließend nach Frankreich gebracht zu haben.

Gewinne hat der bisher völlig unbescholtene Angeklagte dabei nicht gemacht. Er habe, so gab er an, das Rauschgift zum Selbstkostenpreis nach Paris geliefert. Als Motiv gab er an, er habe jenen Freund dort mit der Droge versorgt, weil Crystal Meth in Frankreich erheblich teurer sei. Aufgefallen waren der illegale Besitz und die Weitergabe des Angeklagten nur deshalb, weil der Freund Mitte September 2015 in Paris mit zwanzig Gramm der Droge erwischt worden war. In ersten Vernehmungen gab er sofort den Lieferzeitraum und auch seine Quelle für das Rauschgift an. Hiesige Behörden kamen dadurch dem 55-Jährigen auf die Spur. Auch er hat den Besitz und die Weitergabe direkt zugegeben. Bei der Höhe der Strafe, die dem Antrag des Staatsanwalts entsprach, hat das Gericht auch bewertet, dass der Angeklagte nicht vorbestraft war und nach eigenen Angaben inzwischen auch keine Drogen mehr konsumiert.

(wuk)
 
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