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Düsseldorf
Gedächtnis der Metropole - 135 Jahre Düsseldorfer Geschichtsverein

Düsseldorf: Gedächtnis der Metropole - 135 Jahre Düsseldorfer Geschichtsverein
Eine der ältestes Aufnahmen von Düsseldorf; Blick vom Oberkasseler Ufer auf die Altstadt um 1860 mit dem 1872 abgebranntem Schloss. FOTO: Stadtarchiv
Düsseldorf. Wenn Susanne Schwabach-Albrecht über den Düsseldorfer Geschichtsverein redet, dann tut sie das nicht nur mit dem nötigen Respekt angesichts der 135-jährigen Geschichte des Vereins, sondern die erste Vorsitzende sieht auch die Probleme, die solch ein Verein mit sich bringt. Von Torsten Thissen

Natürlich sei man gut aufgestellt, knapp 500 Mitglieder habe man, aber: "Es gehört in der Düsseldorfer Gesellschaft nicht mehr zum guten Ton, dem Düsseldorfer Geschichtsverein anzugehören", sagt sie selbstkritisch. Zwar gebe es immer noch regelmäßig neue Mitglieder, doch ihre Zahl kann nicht die Anzahl der Mitglieder ausgleichen, die aus Altersgründen austreten oder sterben. Wie man neue Mitglieder für die Geschichte begeistert, wie man das abwechslungsreiche Programm bekanntmacht und es an verschiedenen Stellen auch ändert, um jüngere Menschen anzusprechen, dies wird die Aufgabe der kommenden Jahre sein, ist sich die erste Vorsitzende des Vereins sicher.

1880 wurde er als "Verein für Geschichte und Alterthumskunde von Düsseldorf und Umgegend" gegründet, 1882 umbenannt in Düsseldorfer Geschichtsverein. Seitdem ist er der Ansprechpartner für die Historie von Düsseldorf, gibt neben dem Jahrbuch immer wieder Bücher zur Geschichte der Stadt heraus, er begleitet Promotionen und Magisterarbeiten, aber auch Hobby-Historiker können ihre Forschungen zur Düsseldorfer Geschichte mit Hilfe des Vereins publizieren. Außerdem bietet der Verein seinen Mitgliedern Exkursionen an. Mitglieder des Vereins sehen Dinge, die andere eben nicht sehen, lernen über Düsseldorf und den Niederrhein mit fachkundiger Begleitung, was in Stadtführungen gar nicht vorkommen kann. So etwa am 10. Februar, wo das Thema "Die Galerie Gunar und die Düsseldorfer Kunstszene von 1958 bis 1968" im Fokus steht. Oder am 9. März wo nach der Jahreshauptversammlung ein Vortrag über den Backstein am Niederrhein auf dem Programm steht. Im Sommer führte die Mitglieder eine Exkursion auch zu kleinen Kirchen ins Bergische Land und in die Krypta der Robert-Schumann-Hochschule.

Quelle: RP
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