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Prozess in Düsseldorf
Gefälschte Goldmünzen an Rentner verkauft?

Düsseldorf. Kurioser Prozess vor dem Amtsgericht Düsseldorf: Ein 39-Jähriger soll einen Rentner um 80.000 Euro betrogen haben. Doch er weist jede Schuld von sich - schließlich sei er selbst von Dritten übers Ohr gehauen worden.

Durch gefälschte Goldmünzen war ein Rentner (76) Mitte 2016 um 80.000 Euro geprellt worden. Betrug "mit einem Vermögensschaden großen Ausmaßes" warf die Anklage einem Bekannten des Opfers beim Amtsgericht vor.

Doch der 39-jährige konterte empört: Er habe 122 Stück der angeblichen Goldmünzen gutgläubig von Osteuropäern übernommen und dabei selbst 40.000 Euro verloren. Also gehöre er als Betrugs-Opfer jetzt nicht auf die Anklagebank. So hätten die Fremden die angeblichen Goldmünzen (Österreichische Goldkronen, Jahrgang 1915 mit dem Konterfei von Kaiser Franz Josef I.) in einem Café zum Stückpreis von 1100 Euro angeboten.

Sie hätten ihm sogar eine Probe überlassen, die er zur Prüfung dem betagten Bekannten (einem Ex-Bank-Mitarbeiter) übergeben habe. Gemeinsam habe man 122 Stück kaufen und mit Zuschlag von je 100 Euro weiter verschachern wollen. Doch als der Senior 30.000 Euro aus einem Schließfach geholt, 50.000 Euro per Kredit finanziert und dem Angeklagten übergeben hatte, wurden dafür nur gefälschte Münzen geliefert. Da die Richter weitere Zeugen hören wollen, gab es am Dienstag kein Urteil. Der Prozess wurde auf Mitte Juli vertagt.

(wuk)
 
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