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Düsseldorf
Geisel gönnt sich doppelten Aprilscherz

Düsseldorf: Geisel gönnt sich doppelten Aprilscherz
v.l.: Bezirksvorsteher Karsten Kunert, OB Thomas Geisel sowie Christian Klöhn und Jörg Handor, beide SSV Knittkuhl. FOTO: Stadt/Peter Klöhn
Düsseldorf. Wir haben's ja. Die Wehrhahnlinie ist noch nicht fertig, da hat Oberbürgermeister Thomas Geisel den ersten Spatenstich für eine U-Bahn-Linie nach Knittkuhl vollzogen - klammheimlich heute in aller Frühe, damit keiner mitbekommt, wie die nächste Milliarde Euro verbuddelt wird.

Die Stadt teilt mit: "Es handelt sich um ein 6,8 Kilometer langes Teilstück in der Gesamtplanung für eine bessere Anbindung des Düsseldorfer Ostens." Entlang der Haltestellen wolle Geisel Düsseldorfs 50. Stadtteil mit mehreren tausend Einwohnern gründen und so gleich drei seiner Wahlkampfversprechen einlösen: mehr Investitionen für die Stadtteile, preiswerter Wohnungsbau und schnellerer öffentlicher Nahverkehr.

Der Spatenstich für die neue U 50 findet nicht umsonst am 1. April statt, und den größten Spaß gönnt sich Geisel am Ende seiner Pressemitteilung. Er nutzt den Scherz, um einen ehemaligen Begleiter, der in der Diskussion um die Flüchtlingsunterbringung zu einem seiner Kritiker geworden ist, eins auszuwischen. Geisel nennt Andreas Goßmann, den Ex-Sparkassenvorstand, nicht namentlich, aber es ist klar, dass dieser gemeint ist.

So sieht die Tunnelbaustelle am Kö-Bogen aus FOTO: Andreas Endermann

"Zuletzt gab es immer wieder Diskussionen um die Flüchtlinge, die hier leben werden und die dann später mit der U-Bahn besser ins Stadtleben integriert werden können", sagt Geisel. Deswegen werde er seine Planungen auch "in engster Abstimmung mit meinen persönlichen Beratern von der Bürgerinitiative Bergisches Viertel realisieren". Ein Tritt vors Schienbein, denn Geisel und Goßmann sind sich nicht mehr grün.

(ujr)
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