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Düsseldorf
Geisel: "Im Rathaus muss keiner um Job fürchten"

Düsseldorf. In der Diskussion um den Stellenabbau in der Stadtverwaltung ist die Rathausspitze spürbar bemüht, die Wogen zu glätten. Oberbürgermeister Thomas Geisel betonte gestern, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde: "Keiner muss um seinen Job fürchten." Der Verwaltungschef erklärte, die Reduzierung um 20 Prozent beziehungsweise rund 2000 Stellen sei auf den demografischen Wandel und den daraus resultierenden Fachkräftemangel zurückzuführen. Die Stadt verliert bis 2030 bis zu 345 Mitarbeiter pro Jahr aus Altersgründen und geht nicht davon aus (oder möchte nicht davon ausgehen), dass so viele Stellen wieder besetzt werden können.

Geisels Zeitplan sieht vor, dass der neue Soll-Stellenplan bis zum Sommer steht. Die Mitarbeiter werden am 20. Januar in einer Personalversammlung in der Mitsubishi-Electric-Halle über die Pläne und deren Ursachen informiert. Bis Ende Februar/Anfang März sollen die Amts- und Institutsleiter ihren Dezernenten melden, wie mit 20 Prozent weniger Personal "ein vertretbarer Dienstbetrieb" sichergestellt werden könnte. Sie sollen schauen, welche Aufgaben verzichtbar sind, wo es Doppelstrukturen gibt und wo moderne Arbeitsmittel helfen, produktiver zu werden. Die Dezernate stellen aus diesen Angaben bis Ende April ihre jeweiligen Konzepte zusammen, dann wird in der Verwaltungsspitze der Gesamtplan erarbeitet. Geisel: "Freigewordene Stellen, die für Aufgaben vorgesehen sind, die weiterhin wahrgenommen werden, können zukünftig sofort und in Eigenverantwortung wiederbesetzt werden."

Die Ursache für den starken Schwund der Mitarbeiter liegt in der Altersstruktur. Mehr als 4000 der rund 10 000 in der Verwaltung Beschäftigten ist 51 Jahre oder älter und geht deshalb in den nächsten 16 Jahren in den Ruhestand. Einen Schritt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat Geisel selbst in die Diskussion eingebracht. Die Zahl der Auszubildenden soll steigen, die Rede ist von 250 statt 150 pro Jahr.

(hdf)
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