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Düsseldorf
Geisel joggt in Rio lieber ohne Wertsachen

Thomas Geisel bei den Sommerspielen in Rio
Thomas Geisel bei den Sommerspielen in Rio FOTO: Stadt Düsseldorf
Düsseldorf. Auf der Dienstreise nach Brasilien pendelt Rathaus-Chef zwischen Städtefreundschaft mit Belo Horizonte und Olympischen Spielen. Von Denisa Richters

Während manche Düsseldorfer ihren Nachmittags-Kaffee zu sich nahmen, hatte Oberbürgermeister Thomas Geisel gerade sein Frühstück hinter sich, als er sich per Video ins Düsseldorfer Rathaus zuschaltete. In Brasilien, wo Geisel gerade auf Dienstreise ist, ist es durch die Zeitverschiebung etwa fünf Stunden früher als bei uns. Dafür war gestern das Wetter in Rio ähnlich usselig wie in Düsseldorf.

Auf Geisels Programm stand am Freitag der Empfang im Deutschen Haus bei den Olympischen Spielen, das von der Messe Düsseldorf organisiert wird. Selbstverständlich war auch die mögliche Bewerbung Düsseldorfs und der Region Rhein-Ruhr für die Olympischen Spiele 2028 Thema, auch mit IOC-Präsident Thomas Bach. Aber nur am Rande, wie Geisel betonte. Auch für ihn stehe es nicht ganz oben auf der Tagesordnung. "Ich sehe da durchaus Chancen, aber dafür muss eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein", so der Rathaus-Chef.

Zunächst ging es aber um Olympia in Rio, wo Geisel die Düsseldorfer Teilnehmer, Tischtennisstar Timo Boll und Hockey-Ass Selina Oruz, traf. Tischtennis, Schwimmen und Beach-Volleyball ("an der Copacabana natürlich ein echter Hingucker") sind die Wettkämpfe, die er sich live ansehen wird. Und Sport macht er auch selber. Am Morgen sei er mit Stadtdirektor Burkhard Hintzsche an dem berühmten Strand joggen gewesen. Angesichts der hohen Kriminalität in der brasilianischen Metropole ohne Wertsachen wie Kamera. Insgesamt treffe er Vorsichtsmaßnahmen, lasse seinen Pass im Hotelsafe, gehe nicht mit viel Bargeld raus. Geisel ist diesbezüglich vorbelastet: In seinem Griechenland-Urlaub hatten Diebe Handys, Spiele, Schulhefte seiner Töchter und laut Bild auch das Dienst-iPad aus dem Mietwagen gestohlen.

Bevor Geisel nach einem "dramatischen Anflug" in Rio de Janeiro landete, war er in Belo Horizonte, wo er die freundschaftlichen Beziehungen mit der Unterzeichnung eines "Memorandum of understanding" auffrischte, sich mit seinem Amtskollegen über Klimaschutz und Stadtplanung austauschte und das Vallourec-Werk (früher Mannesmann) besuchte. "Düsseldorf hat im Ausland wirklich einen guten Ruf", so Geisels Fazit.

Quelle: RP
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