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Düsseldorf
Geisel will Start-up-Szene massiv stärken

Düsseldorf. Der Oberbürgermeister hat einen Entwicklungs-Plan für digitale Gründer in der Stadt präsentiert. Von Thorsten Breitkopf

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel konkretisiert seine Pläne, die Stadt zur rheinischen Gründermetropole auszubauen. Gestern früh präsentierte er verschiedene Initiativen und einen ersten Zeitplan zur Stärkung der Gründungsaktivitäten in Düsseldorf. Kurzfristig soll die intensive Vernetzung der Start-ups untereinander und mit etablierten Unternehmen über ein Mentoringnetzwerk vorangetrieben werden. "Ein zentrales Start-up-Portal soll dann bereits im Frühsommer online gehen", sagte Uwe Kerkmann, Leiter der Wirtschaftsförderung gestern. "Die Zahl von 135 Start-up-Unternehmen, die in den vergangenen Jahren hier in Düsseldorf 2100 Arbeitsplätze geschaffen haben, zeigt, welche Bedeutung diese Firmen für unseren Wirtschaftsstandort haben. Düsseldorf hat das Potenzial, eine bedeutende Start-up-Metropole in Deutschland zu werden", sagte Oberbürgermeister Geisel.

Vorangetrieben werden alle Initiativen durch eine neu eingerichtete "Start-up-Unit Düsseldorf", die als zentrale Anlaufstelle für die Düsseldorfer Start-up-Szene dient. Sie ist bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt. Die Leitung übernimmt Andre Boschem, stellvertretender Leiter der Wirtschaftsförderung, auch ein neuer Mitarbeiter wurde dafür eingestellt. Weitere Maßnahmen im Einzelnen:

Festival In diesem Jahr wird erstmals eine Start-up-Woche vom 11. bis 17. April an diversen Standorten in der Landeshauptstadt starten.

Seed Money Düsseldorf Über diese Initiative sollen halbjährlich Pitch-Events für potenzielle Düsseldorfer Investoren veranstaltet werden, bei denen ausgewählte Start-ups ihre Ideen präsentieren können.

Hochschulen Die Idee zur Einrichtung eines Hochschulinkubators soll weiterfolgt und konkretisiert werden. An den Hochschulen soll der Gründergeist gestärkt werden.

Standortmarketing Beispielsweise erhalten Startups die Gelegenheit, sich auf Messen in Düsseldorf zu präsentieren. Start-ups können sich bei der "Start-up-Unit" um ein Reisestipendium für internationale Konferenzen bewerben. So genannte Start-up-Showrooms sollen in der Innenstadt errichtet werden - um auch bei Bürgern das Gefühl für den Start-up-Standort Düsseldorf zu wecken. Start-up- und Innovationshubs: Etablierte Düsseldorfer Unternehmen sollen in Düsseldorf einen "Corporate Collaboration Campus" einrichten.

Quelle: RP
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