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Düsseldorf
Generationenwechsel bei der IHK

Generationenwechsel bei der IHK Düsseldorf
US-Generalkonsul Michael R. Keller (l.), Uni-Rektorin Anja Steinbeck und der Chef des Düsseldorfer Jobcenters, Ingo Zielonkowsky. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Düsseldorf. Hauptgeschäftsführer Udo Siepmann wird von dem Kölner Gregor Berghausen an der Spitze der IHK abgelöst. Von Thorsten Breitkopf und Hans-Jürgen Bauer (Fotos)

Selten hatte eine Rede beim größten Neujahrsempfang in der Stadt Düsseldorfs eine so monothematische Prägung wie die diesjährige Ansprache von IHK-Präsident Ulrich Lehner. Zwölf Seiten umfasst das Manuskript, sechs davon widmen sich nur dem in Rente gehenden Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer IHK, Udo Siepmann. Und Lehner fand vor allem eines: Lob.

"Gut 35 Jahre waren Sie in der IHK. Das ist die Hälfte der Nachkriegszeit. Aber auch die 17 Jahre als Hauptgeschäftsführer lassen sich sehen. Das ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts in unserer Kammer die zweitlängste Amtszeit", sagte Ulrich Lehner in seiner Neujahrsrede. In großer Einmütigkeit mit dem Finanzausschuss, aber auch mit Präsidium und Vollversammlung habe Siepmann die Kammer auf "einen Pfad sinkender Beitragssätzen und sogar zweimaliger neuartiger Beitragserstattungen geführt", sagte Lehner. "Mit Ihrer sehr sparsamen Haushaltsführung war und ist unsere IHK stets in der Gruppe der preisgünstigsten Kammern in Deutschland", so der Präsident. Und dann wurde der frühere Henkelchef doch noch persönlich: "Sicherlich werden Sie sich jetzt der Astronomie noch intensiver zuwenden. Sie werden dazu noch mehr Vorträge halten. Sie werden die Mecklenburgische Seenplatte oder andere Gewässer mit Ihrem Kayak erkunden oder auch Ihre Astro- und Landschaftsfotografie vertiefen", sagte Lehner. Siepmann ist unter anderem leidenschaftlicher Hobby-Astronom.

Nachfolger Gregor Berghausen zeigte sich gestern erstmals einer breiten Öffentlichkeit. Berghausen war bislang bei der IHK Köln. "Sie werden den Blick auf den Dom bald nicht mehr vermissen", rief Ulrich Lehner dem Neuen zu.

In Sachen Schuldenfreiheit machte der Präsident eine klare Ansage in Richtung Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Eine Stadt wie Düsseldorf sollte mit ihrem außerordentlich hohen Einnahmeniveau die Kernaufgaben in der Daseinsvorsorge stemmen können. Wenn wir die Schuldenfreiheit als unser Markenzeichen erhalten, werden die Unternehmen gern nach Düsseldorf kommen oder gern hier bleiben", so Lehner. Auch das sei Stadtmarketing, meinte er in Anspielung auf die Neuausrichtung der DMT. Die erhielt gerade einen neuen Chef, den Werber Frank Schrader.

Quelle: RP
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