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Düsseldorf
Genügend Plätze für Schüler im Norden

Düsseldorf. In den vergangenen Jahren wurde die Zügigkeit in vielen Grundschulen erhöht. Nun sind die Schülerzahlen rückläufig. Von Julia Brabeck

Im Stadtbezirk 5 stehen in den nächsten Jahren ausreichend Plätze für Grundschüler zur Verfügung. Bei den weiterführenden Schulen müssen weitere Kapazitäten geschaffen werden. Das teilte die Verwaltung auf Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 5 mit. Die Lokalpolitiker hatten um eine Prognose gebeten, die auch den Zeitraum nach 2020 berücksichtigen sollte, um gegebenenfalls frühzeitig auf Engpässe reagieren und auch einen ortsnahen Schulbesuch ermöglichen zu können.

Die Verwaltung hat einen Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplan bis zum Schuljahr 2020/21 erstellt. Demnach werden für den Stadtbezirk 5 im Grundschulbereich keine steigenden Schülerzahlen mehr erwartet. Die Prognosen zeigen, dass die Entwicklung nach derzeitigem Stand eher leicht rückläufig sein wird. So gab es in diesem Schuljahr im gesamten Bezirk 383 Erstklässler. Im Jahr 2020 sollen es nur noch 344 i-Dötzchen sein. Wenn alle zurzeit vorhandenen 1. Klassen mit 29 Kindern belegt würden, könnten sogar 464 Kinder jedes Jahr neu eingeschult werden. Im Bereich der weiterführenden Schulen steht nicht die ortsnahe, sondern die gesamtstädtische Versorgung mit Schulplätzen im Vordergrund. Bezogen auf den Stadtbezirk 5 hat der Stadtrat die Erhöhung der Zügigkeit am Städtischen Max-Planck-Gymnasium auf fünf Züge beschlossen, sobald das Schulgebäude erweitert wurde. Zudem soll die Realschule Golzheim in einen zu errichtenden Neubau an der Koetschaustraße ziehen, so dass es künftig auch ein Realschulangebot geben wird.

Für den Zeitraum nach 2021, über den die Lokalpolitiker Informationen erhalten wollen, liegen der Schulverwaltung derzeit noch keine detaillierten Einwohnerprognosen vor. "Zwar ist nach dem Demografiebericht bis 2025 grundsätzlich weiter mit einem Anstieg der Einwohnerzahlen zu rechnen. Dieser Zuwachs bezieht sich aber hauptsächlich auf den innerstädtischen Bereich", sagt die Verwaltung. Für diese Einschätzung spricht, dass im Stadtbezirk 5 derzeit nur wenige größere Neubaugebiete in Planung sind. "Die beiden Baugebiete Verweyenstraße und Wasserwerksweg sehen 240 zusätzliche Wohneinheiten vor. Die daraus resultierenden zusätzlichen Schülerzahlen bewegen sich in einer Größenordnung, die im derzeitigen Bestand versorgt werden kann", so die Verwaltung. Das gilt auch für die Flüchtlingskinder, die im Norden leben. Hier geht die Verwaltung von durchschnittlich zwölf Kindern pro Jahrgang im gesamten Bezirk 5 aus, für die somit ausreichend Plätze im Grundschulbereich vorhanden wären.

Quelle: RP
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