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Düsseldorf
Gerangel zweier Hähnchenbrater: Freispruch

Düsseldorf. Mit einem Freispruch hat das Amtsgericht gestern den Prozess um einen offenbar hitzig geführten Konkurrenzkampf zwischen zwei Hähnchenbratern am S-Bahnhof Bilk beendet. Laut Anklage soll ein 43-Jähriger, der dort über lange Zeit unbehelligt eine Grillstation betrieb, im März 2015 auf einen neuen Konkurrenten (41) vor den Bilker Arkaden losgestürmt sein, soll ihn übelst beleidigt, ihn mit einem Faustschlag am Kopf getroffen und anschließend noch gedroht haben, er habe eine Waffe und komme demnächst wieder.

Zur Bekräftigung seiner Drohung soll er damals aus Daumen und Zeigefinger eine Pistole geformt und damit symbolisch auf den Konkurrenten angelegt haben. Zu Prozessbeginn vor einer Woche hatte der Angeklagte jedoch beteuert, dass er an jenem Tatabend längst nicht mehr am Grill gewesen, sondern schon mittags zu seinen Eltern gefahren sei. Als Zeuge konnte auch das Opfer nicht sicher sagen, ob der 43-Jährige der Angreifer von jenem Abend gewesen ist. Ein Smoothie-Verkäufer (48), der das Gerangel der Hähnchenbrater beherzt beendet hatte, indem er sich zwischen die Männer gedrängt hatte, wurde gestern als letzter Zeuge gehört.

Doch auch er konnte nicht zweifelsfrei sagen, ob der Angeklagte wirklich der Angreifer von damals gewesen ist. Im Zweifel urteilte der Richter also zugunsten des 48-Jährigen und sprach ihn frei. Der hat seine Grillstation längst aufgegeben und an einen Nachfolger übertragen.

(wuk)
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