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Düsseldorf
Gerichtsstreit des Bachelors geht weiter

Düsseldorf: Gerichtsstreit des Bachelors geht weiter
Oilver Sanne (r.) mit seinem Anwalt Peter Poleacov. FOTO: W. Kannegießer
Düsseldorf. Ein Eventmanager soll sich negativ über Oliver Sanne geäußert haben. Vor dem Landgericht trafen beide aufeinander.

Wie beim Duell fixierten sich diese zwei Männer gestern zur Mittagsstunde vor dem Landgericht mit finster-herausfordernden Blicken. Hier Oliver Sanne (28), RTL-Bachelor 2015 und Deutschlands angeblich begehrtester Junggeselle. Ihm gegenüber: ein fast gleichaltriger Bekannter, von Beruf Eventmanager. Dem hatte das Landgericht auf Antrag von Sanne einen Maulkorb verpasst, hatte ihm drei angeblich ehrenrührige Behauptungen über den Ex-Bachelor strikt verboten. Doch in bester Doku-Soap-Manier wehrt sich der Manager jetzt heftig dagegen. Und weil keiner nur ein Stück breit nachgab, muss die Zivilkammer am 26. August zur Bewertung schreiten, also zum Urteil.

Hat er oder nicht? Sanne ließ über seinen Anwalt beteuern, er habe nicht. Er habe weder ein Hotelzimmer in zerwühltem Zustand hinterlassen nach zwei Events im März in Siegen. Noch habe er eine oder mehrere Frauen mit auf sein Zimmer genommen. Und falsch sei auch, den Düsseldorfer Bachelor jetzt "Betrüger" zu nennen, der vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkomme. "Das trifft mich schon persönlich", gab Sanne am Rand der Verhandlung zu. Nur deshalb habe er dem Eventmanager per Eilverfahren bereits gerichtlich verbieten lassen, solche Behauptungen zu verbreiten. Doch sein Gegenüber grinste dazu gestern nur höhnisch quer durch den Gerichtssaal - genau dorthin, wo Sanne starr zurück grinste. Der Manager-Anwalt beteuerte, das Wort "Betrüger" habe sein Mandant über den Ex-Bachelor "ja nie gesagt". Und die anderen angeblich falschen Behauptungen könnten durch Zeugen demnächst ganz leicht bewiesen werden.

Als Anwalt des Managers sei ihm aber völlig unklar, wieso das alles überhaupt öffentlich breit getreten werden müsse: "Ich hatte die Hoffnung, das in kleiner Runde zu klären", sagte er. Und meinte damit auch die noch offene Forderung des Managers, der vorm Amtsgericht Euskirchen fast 9000 Euro Honorar für die Vermittlung von Showterminen für Sanne einklagen will.

Doch was wäre eine Doku-Soap ohne eine öffentliche Schlammschlacht? Darauf will wohl keiner der beiden Kontrahenten verzichten. Das Gericht wird in einer Woche verkünden, ob der Daumen in diesem Fall hochgeht oder runter - und für welchen dieser beiden Streithähne.

(wuk)
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