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Düsseldorf
Gerichtsstreit um Chihuahua

Düsseldorf: Gerichtsstreit um Chihuahua
Chihuahua "Skippy" wurde im Mai 2015 geboren. FOTO: wuk
Düsseldorf. Fast ein Jahr nach dem Verschwinden von Chihuahua-Hündchen "Skippy" soll das Amtsgericht klären, wo die schwarze Mini-Hundedame geblieben ist. Genauer: Wohin das Tierheim die kleine "Skippy" vermittelt hat. Von Wulf Kannegießer

Um das zu erfahren, zog ihr Ex-Herrchen (42) am Freitag gegen den Tierschutzverein vor Gericht - und will wissen: "Wo ist Skippy?" Ob das Tierheim das aber verraten muss, ist noch lange nicht entschieden, ein Urteil der Richterin steht noch aus.

Obwohl sie erst im Mai 2015 nahe Erftstadt zur Welt kam, hat die kleine Hündin schon eine Odyssee hinter sich. Erst durfte sie damals im Juli mit dem Kläger, dessen Tochter (16) und seiner Ex-Verlobten nach Düsseldorf reisen. Als das Liebespaar sich zerstritt und die Verlobte plötzlich mit ihrer Cousine beim Kläger auftauchte, soll jene Cousine "Skippy" in einem unbeobachteten Moment aus der Wohnung geschmuggelt haben. Sicher ist: Als die Verlobte später bei einer Polizeikontrolle aufgegriffen und abgeschoben wurde, hatte sie den Hund bei sich - und unterschrieb eine Verzichtserklärung, wonach das Hündchen ihr gehöre, sie aber auf das weitere Eigentum an "Skippy" verzichte. Ergebnis: Die Polizei lieferte die Chihuahua-Dame beim Tierheim ab, dort war der Mini-Hund schon zwei Tage später an neue Besitzer vermittelt worden.

Steven Little klagt gegen den Tierschutzverein. FOTO: wuk

In seiner Klage will das Ex-Herrchen beweisen, dass er der rechtmäßige Eigentümer von "Skippy" ist und die Ex-Verlobte das Tierchen unrechtmäßig freigegeben hat. Dann will er vom Tierheim erfahren, wohin seine Hündin vermittelt wurde. Ob das auf eine Rückkehr von "Skippy" zum Kläger und dessen Tochter hinausläuft, ist aber ungewiss. Der Tierheim-Anwalt betonte gestern, man habe ja auch auf das Wohl des Hundes zu achten.

Und ob es klug wäre, das Tier aus seiner jetzt schon seit Oktober 2015 angestammten Familie erneut herauszureißen, ist noch lange nicht entschieden. Zunächst geht es noch darum, ob der Kläger sein Anrecht auf den Hund beweisen und die Freigabe durch die Ex-Verlobte anfechten kann. Der Prozess dazu geht weiter.

Quelle: RP
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