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Düsseldorf
Gescheiterte Räuber stehen vor Gericht

Düsseldorf. Immer öfter müssen Räuber in der Landeshauptstadt mit Gegenwehr ihrer Opfer rechnen und ohne Beute flüchten. Zuletzt war es im April einer Verkäuferin in einer Altstadt-Boutique gelungen, einen maskierten und bewaffneten Mann nach einem Gerangel in die Flucht zu schlagen. Nach diesem Täter wird noch gefahndet. Ähnlich erfolglos verliefen aber auch zwei andere Überfälle, über die jetzt am 7.Juni verhandelt werden soll.

Beim Amtsgericht sind drei Heranwachsende nach einem gescheiterten Raub auf einen Kiosk in Eller angeklagt. Ein 28-Jähriger steht am selben Tag vor dem Landgericht, nachdem sich eine Frau mittels Regenschirm gegen seinen Überfall gewehrt hatte.

Im Februar soll dieser 28-Jährige abends an der Erkrather Straße einer jungen Frau aufgelauert haben. Mit einer Taschenlampe hat er laut Anklage sein Opfer zunächst angeleuchtet und geblendet, die 28-Jährige dann aufgefordert: "Her mit dem Geldbeutel, oder soll ich dir wehtun?". Obwohl die junge Frau fürchtete, der Räuber würde sie mit einem Elektroschocker bedrohen, gelang es ihr, den Täter mit ihrem Regenschirm so lange auf Distanz zu halten, bis er die Flucht ergriff. Wenig später wurde der Tatverdächtige, der als drogensüchtig gilt, wohnungslos und vielfach vorbestraft ist, in der Nähe festgenommen. Auf Polizeifotos hat die junge Frau den Angeklagten nicht wieder erkannt. Aber an seiner Stimme und Aussprache hat das Überfallopfer den 28-Jährigen dann doch angeblich zweifelsfrei überführt.

Ähnlich entschlossen und erfolgreich hatte sich vor rund einem Jahr ein Kioskbesitzer in Eller gegen einen anderen Raubversuch gewehrt. Fünf maskierte Jugendliche kamen damals kurz vor Mitternacht in sein Büdchen, haben den 67-Jährigen direkt mit einer Softair-Pistole und einem Knüppel bedroht. Bevor einer der Mittäter jedoch die Kiosk-Kasse an sich reißen konnte, hatte der 67-Jährige ebenfalls einen Knüppel gezogen und war damit auf das Räuberquintett losgegangen. Alle fünf Täter liefen ohne Beute davon, drei Verdächtige (zwischen 18 und 21 Jahre alt) wurden kurz danach allerdings gefasst und kommen wegen versuchten schweren Raubes jetzt vor das Jugendschöffengericht.

(wuk)
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