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Düsseldorf
Gewerkschaftsstreit bei der Polizei

Düsseldorf. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat eine "massive" Beschwerde beim NRW-Innenministerium über ihre Konkurrenzgewerkschaft GdP (Gewerkschaft der Polizei) angekündigt.

Deren Düsseldorfer Ortsgruppe hatte angehende Polizisten zu einem Vortreffen nach Eller eingeladen, um sie beim gemütlichen Grillnachmittag über ihre neuen Jobs zu informieren, die sie am Freitag antreten werden. Wie unsere Redaktion berichtete, waren dabei auch Polizisten aus dem Dienst mit Streifenwagen vorgefahren, um den künftigen Kollegen Ausrüstung und Fahrzeuge zu demonstrieren.

In einer internen E-Mail an alle Mitglieder, die unserer Redaktion vorliegt, verlangt die DPolG nun "lückenlose Aufklärung" über die gewerkschaftliche Nutzung von "Personalressourcen und Landesmitteln". Die Mitglieder sollen zudem mitteilen, ob es ähnliche Fälle auch in anderen Polizeibehörden des Landes gegeben habe.

Über die Düsseldorfer Veranstaltung, von der die GdP betont, dass sie ausdrücklich nicht der Mitgliederwerbung gedient habe, waren vergangene Woche die Landtagsfraktionen in einem Schreiben und mit Fotos informiert worden, die ein Caterer bei Facebook veröffentlicht hatte. Die GdP, die bereits eingeräumt hat, das "Vortreffen" sei möglicherweise "nicht optimal organisiert" gewesen, vermutet auch dahinter die in Düsseldorf deutlich kleinere DPolG.

(sg)
 
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