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Tour de France 2017
ARD klinkt sich bei erster Tour-Etappe früher aus

Tour-Vorbereitungen | 26.06.2017 | center.tv Düsseldorf
Düsseldorf. Die Verantwortlichen im Düsseldorfer Rathaus hatten auf eine umfassende, deutschlandweite Berichterstattung in der ARD gehofft. Doch nun schaltet das Erste seine Übertragung der ersten Etappe am Samstag frühzeitig ab. Es gibt aber Alternativen für Fans.

Von 15 bis 17 Uhr zeigt sie das Einzelzeitfahren auf einem Düsseldorfer Rundkurs, ab 17 Uhr kommen Bilder der Trauerfeier für den verstorbenen Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl. Tour-Fans schauen nicht in die Röhre, sondern müssen umschalten. "Nach aktuellem Stand geht die Tour im SR-Fernsehen, im WDR-Fernsehen, bei One und bei sportschau.de zu Ende", teilt die ARD-Programmdirektion mit.

Bis 19 Uhr bleibt der WDR auf Sendung und zeigt die Entscheidung. Zudem sendet das Dritte von 13.45 bis 14.30 Uhr "Willkommen, Tour de France! Countdown live aus Düsseldorf", auch die "Aktuelle Stunde" berichtet. Und die "Lokalzeit" widmet dem Auftakt ein Extra. Privatsender Eurosport schaltet sich von 16 bis 19 Uhr in die Tour ein.

Laut Angaben der Stadt Düsseldorf werden die Etappen der Tour de France weltweit im Fernsehen in 190 Ländern und auf mehr als 100 Kanälen live übertragen. Neben den Rennbildern gibt es auch immer wieder Aufnahmen der Etappenorte und touristischer Highlights der Region.

Vor allem für die zweite Etappe am Sonntag haben sich die Tourstädte herausgeputzt:

  • Im Düsseldorfer Nordpark blühen Zehntausende Blumen und lassen kleine Blüten-Radfahrer ihre Runden im Beet drehen.
  • Auch Mönchengladbach lässt die Blumen sprießen - in Form des Stadtwappens. In der Hoffnung auf schöne Luftaufnahmen wird auf einer Grünfläche das Logo des Mönchengladbacher "Tourfieber" zu sehen sein.
  • Für ein gepflanztes Stadtwappen hat sich auch Mettmann entschieden, dazu gibt es einen Schriftzug "Tour de France" sowie ein gelbes Trikot aus Husarenköpfen.
  • Landwirt Peter Drenker hat in ein Feld das Neanderlandlogo gemäht, das nur aus der Luft zu erkennen ist.
  • In Ratingen haben sich Schüler ins Zeug gelegt und alte Fahrräder aufgehübscht. Die sind nun im gesamten Stadtgebiet und in Streckennähe zu sehen. Die Namen der großen Radprofis sollen in Kaarst-Büttgen auf der Strecke zu lesen sein.

Schlagloch-geplagte Autofahrer mögen manchen Aktionismus auf den Straßen verwundert beobachten: Die Städte haben vor der Tour die Bautrupps ausgesandt. Manches ist der Sicherheit der Fahrer geschuldet, anderes reine Kosmetik. In Neuss und Meerbusch werden Bahnschienen in der Fahrbahn ausgeglichen, damit sich die Reifen nicht verkanten. Die rot-weißen Schilder wurden von den Verkehrsinseln in Meerbusch entfernt. Auf einer Ausweichstrecke für Autofahrer wurde eine Baustelle zusammengerückt, damit sie zumindest dort in beide Richtungen unterwegs sein können. In Kaarst-Büttgen wurde eine Bodenwelle auf dem Rathausplatz angepasst: Sie würde die Fahrer aushebeln, führen sie mit hoher Geschwindigkeit darüber.

In Düsseldorf wurden Ausbesserungen vorgezogen: Auf 200 Metern wurde eine Straßendecke erneuert, Schlaglöcher und Längsfugen wurden nachgearbeitet, Kanalschächte angeglichen. Auf der Brücke im Medienhafen wurden Poller entfernt und der Holzbelag instandgesetzt. Im Vorfeld der Tour bekamen in Mönchengladbach auch zwei Straßen eine neue Asphaltdecke. "Es sind normale Deckenüberzugsprogramme, die ohnehin geplant waren", betont Stadtsprecher Speen.

(ubg/RP)
 
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