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Grand Départ 2017
Tipps für die Tour-Tage

Alle Infos zu den Teams
Alle Infos zu den Teams FOTO: dpa
Düsseldorf. Das Rahmenprogramm des Grand Départ ist üppig, die Wetterexperten sagen aber auch Regen und Temperaturen unter 20 Grad voraus. Deshalb sollten Besucher des Tour-Auftakts einen guten Plan haben. Hier einige Vorschläge dazu. Von Christian Herrendorf und Arne Lieb

Die schlechtesten Nachrichten zum Auftakt der Tour de France in Düsseldorf kommen aus der Wettervorhersage. Es wird am Wochenende eher ungemütlich-nass, der Regenschirm sollte zur Ausrüstung aller Tourbesucher gehören. "Alle Prognosen steuern auf Regen zu", sagt Maria Hafenrichter, Meteorologin vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst in Essen. Zwar ist es noch zu früh für exakte Vorhersagen, die Tendenz ist aber eindeutig: Am Samstag droht ein ausgedehntes Regengebiet über Düsseldorf zu ziehen. Die Temperaturen dürften unter 20 Grad fallen, dazu kommt reger Wind. Für den Sonntag sehen die Meteorologen ebenfalls kühles und nasses Wetter. Sollte sich das bewahrheiten, wird es noch wichtiger, im umfangreichen Rahmenprogramm die richtigen Schwerpunkte zu setzen.

Tour de France - Zahlen, Daten, Fakten und Rekorde FOTO: dpa

Morgen/Donnerstag/Freitag Die Tage vor den beiden Etappen sind noch übersichtlich gehalten. Der Rheinkomet, das Lichtspektakel auf dem Rheinturm in den Farben der Tour, beginnt zwischen Mittwoch und Sonntag an jedem Abend nach 22 Uhr - einfach, wenn es dunkel genug ist. Die Leuchten auf dem Rheinturm sind aus der ganzen Stadt zu erkennen.

Am Donnerstag können die Landeshauptstädter schon mal die Protagonisten des Rennens kennenlernen. Auf dem Burgplatz beginnt um 18 Uhr die Teampräsentation. Nach der Europahymne (gesungen von 80 Kindern der Singpause und Tenor Sascha Dücker), Tänzern und lebenden Denkmälern großer Düsseldorfer Persönlichkeiten werden die je neun Fahrer der 22 Mannschaften in die Altstadt rollen. Teamkapitäne und weitere Stars geben ab 18.30 Uhr in Interviews Einblicke in Vorbereitung und Taktik. Von der Bühne geht es in den Sattel und auf eine Runde in entspanntem Tempo am Rheinufer entlang bis zur Kniebrücke. Die Teampräsentation dauert bis etwa 20 Uhr.

Tour de France: Das verdient Düsseldorf am Grand Départ

Der 30. Juni ist der Tag des Lichterfests auf Schloss Benrath. Klassische Musik, das illuminierte Schloss, der dazugehörige Park voller Lichter, ein Picknick und ein Feuerwerk - das alles umfasst das mehr als vierstündige Fest. Das musikalische Vorprogramm startet etwa um 20 Uhr, das Konzert beginnt gut zwei Stunden später, das Feuerwerk wird gegen 23.55 Uhr gezündet. Es gibt noch Karten für die Picknickwiese (30 Euro, ermäßigt 21 Euro), Picknickkörbe sind zum Preis von 83 Euro buchbar.

Samstag Für die beiden Renntage gibt es einige grundsätzliche Empfehlungen: Besucher sollten recht früh an der Strecke sein. Und sie sollten eine Stelle wählen, an der eine große Leinwand steht, denn egal, wo man sich an der Strecke befindet, es ist doch immer nur ein Ausschnitt des Wettkampfs zu sehen. Für den Samstag empfiehlt sich die Bürgerwiese im Rheinpark. Diese liegt nah an Start und Ziel, beheimatet eine LED-Wand und bietet noch einiges an Programm. Die Bürgerwiese soll dem internationalen Austausch dienen, dort haben viele Bürgergruppen Aktionen angekündigt, darunter auch Delegationen aus Kopenhagen, Aachen und Köln. Die weiteren Eventflächen sind am Samstag am Burgplatz, im Hofgarten, am Unteren Rheinwerft und am Landtag. Am Parlament wird auch Kruschel, das Zeitungsmonster unserer Redaktion, die jüngeren Besucher unterhalten (11 bis 19 Uhr).

Alle Tour-Etappen im Überblick FOTO: ap, PDJ

Gegen 14 Uhr wird am Rheinpark die Werbekarawane vorbeikommen. Das ist eine Art Rosenmontagszug vor dem Rennen, der zur Tour dazugehört, aber eigentlich nie im Fernsehen zu sehen ist. Bis zu 200 aufwendig gestaltete Reklamefahrzeug bilden eine Kolonne, die Mitfahrer verteilen kleine Werbegeschenke an die Zuschauer.

Ab 15.15 Uhr gehen die Fahrer auf die Strecke, sehr kurze Zeit später kommen sie erstmals am Rheinpark vorbei. So geht das bis zum späten Nachmittag. Auf der Leinwand lässt sich noch gut die Siegerehrung gucken (18.48 Uhr), dann beginnt die Suche nach dem passenden Abendprogramm. Eine Idee: Auch wenn das Kraftwerk-Konzert (Vorgruppe Air) im Ehrenhof schon lange ausverkauft ist, dürfte es im Hofgarten und am Rhein zu hören sein. Also einfach gegen 19.30 Uhr ein nettes Plätzchen finden und den ersten Tourtag im Wortsinne ausklingen lassen.

Sonntag Der Grundsatz bleibt bei der zweiten Etappe der gleiche: Standort mit Leinwandnähe suchen. Während am ersten Tag in regelmäßigen Abständen einzelne Fahrer an den Zuschauern vorbeirauschen, ist das Feld am zweiten Tag mindestens größtenteils geschlossen unterwegs. Das heißt: Das sportliche Spektakel ist von kurzer Dauer, empfehlenswert ist daher ein Platz, an dem die Athleten noch nicht ganz so schnell sind. Das ist im Hafen der Fall.

Die 198 Starter beginnen ihren Arbeitstag um 12.03 Uhr am Burgplatz (zwei Stunden nach der erwähnten Werbekarawane) und attackieren einander zunächst nicht. Sie werden um 12.10 Uhr den Medienhafen gemeinsam erreichen und dort anhalten, weil es eine kleine Zeremonie gibt: Tenören singen die deutsche und die französische Hymne und werden dabei von einem Orchester begleitet. Immer noch gemütlich geht es zurück durch die City zum offiziellen Start an der Fischerstraße (12.30 Uhr). Das dann rasante Geschehen lässt sich auf der Leinwand am Landtag gut verfolgen. Dort gibt es außerdem viele Stände von Sportvereinen und Radexperten, an denen die Besucher verschiedene Disziplinen und Fahrräder ausprobieren können.

Wer den ersten sportlichen Höhepunkt des Tages direkt sehen will, sollte sich frühzeitig zur Fahneburg- und Rennbahnstraße in Grafenberg aufmachen. Dort steht gegen 12.40 Uhr die erste Bergwertung der Tour 2017 an.

Rund um 13.30 Uhr verlassen die Radprofis endgültig das Düsseldorfer Stadtgebiet. Dann muss aber noch nicht Schluss mit Volksfest sein. Auf der Bühne in der schon erwähnten Zone zwischen Kniebrücke und Rheinturm spielen zum Beispiel ab 15.15 Uhr der Sänger Paul Falk und ab 17 Uhr noch die (fahrrad-)verrückte Band "Porno al forno".

Quelle: RP
 
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