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Erste Etappe am Samstag
Tour de France wird zu Tour de Nass

Fans und Fahrer trotzen dem Regen beim Grand Départ
Fans und Fahrer trotzen dem Regen beim Grand Départ FOTO: afp
Düsseldorf. Die Organisation klappte ziemlich perfekt, viel Publikum säumte die Strecke – nur das Wetter mochte nicht mitspielen: In Düsseldorf ist am Samstag die Tour de France mit dem Zeitfahren gestartet. Der Regen machte nicht nur den Zuschauern zu schaffen. Von Helene Pawlitzki

Auch die Fahrer konnten durch die teils sehr glatte Fahrbahn nicht hunderprozentig aufdrehen. So sagte der deutsche Profi Nikias Arndt (Team Sunweb), er sei zu vorsichtig gefahren, weil es so nass gewesen sei. "Deshalb hatte ich zwischendurch vier Sekunden Rückstand." Auch Favorit Tony Martin konnte auf der nassen Strecke die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Er fuhr auf Platz 4 und verpasste das Gelbe Trikot um acht Sekunden.

Tour de France 2017: Fans trotzen Regen beim Zeitfahren

Stimmung an der Strecke: gut, trotz des Regens

Arndt und viele weitere Fahrer waren unterdessen begeistert vom Publikum: "Ich habe oft meinen Namen gehört vom Straßenrand. Das hat mich beflügelt." Am Streckenrand standen tausende Gäste und jubelten immer dann, wenn einer der Fahrer vorbeikam. Mit Regenschirmen und Kapuzen schützten sie sich vor dem beharrlichen Nieselregen.

Nach Angaben der Stadt kamen rund 500.000 Radsportfans zur Auftaktetappe nach Düsseldorf. Gerechnet hatte die Stadt als Mitveranstalter mit einer Zuschauerzahl zwischen 700.000 und einer Million.

Fotos: Das Einzelzeitfahren in Düsseldorf FOTO: afp

Am Wetter lag es wohl, dass die Eventflächen und Public-Viewing-Spots wie die am Burgplatz weitgehend leer blieben. Statt auf Großleinwänden etwas entfernt vom eigentlichen Geschehen das Zeitfahren zu schauen, blieben viele wohl lieber im trockenen und warmen Wohnzimmer. So spielte manche Band vor recht leeren Plätzen.

Vor dem eigenen Fernseher ließ sich dann gut beobachten, dass der Werbeeffekt für die Stadt Düsseldorf wohl nicht ganz so groß ausfallen wird wie erhofft: Im Ersten war bei Überflugbildern vor allem eine weißgraue Wolkenwand zu sehen.

Organisation klappte reibungslos, Verkehrschaos blieb aus

Fazit: Das Wetter – das übrigens immer noch besser war als von vielen erwartet – konnten die Organisatoren nicht beeinflussen. Alles, was sich aber organisieren ließ, klappte dem ersten Anschein nach recht reibungslos: von der Freigabe der Strecken an den barrierefreien Übergängen durch die Verkehrskadetten über die Sicherheit bis zu Hunderten von Volunteers, die als Ansprechpartner fast überall in greifbarer Nähe waren.

Promis beim Grand Départ in Düsseldorf FOTO: Andreas Bretz

Auch das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Zwar war die Innenstadt nicht mit dem Auto erreichbar, größere unerwartete Probleme durch die Sperrungen gab es aber laut Polizei nicht. Auch die Rheinbahn meldete keine Probleme.

Hier lesen Sie das Protokoll vom Tag inklusive der sportlichen Ergebnisse im Live-Blog.

Mit Material von dpa.

 
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