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Tour de France
Düsseldorf hat seine Chance genutzt

Video: Tour de France – Hunderttausende Zuschauer pilgern an die Strecke
Meinung | Düsseldorf. Das Wetter spielte nicht immer mit. Düsseldorf hat bei der Tour de France dennoch eine gute Figur gemacht und damit eine große Chance genutzt. Inakzeptabel bleibt, dass die Stadt die Tour-Verträge unter Verschluss hält. Von Uwe-Jens Ruhnau

Bundesjustizminister Heiko Maas war das einzige Mitglied der Bundesregierung, das sich in Düsseldorf den ersten Start der Tour de France in Deutschland seit 30 Jahren anschaute. Das ist ein bisschen schade, denn die enge Verbindung von Frankreich und Deutschland wurde am Wochenende in Düsseldorf regelrecht zelebriert, auch mit einem umjubelten Konzert der Gruppe Kraftwerk.

Oberbürgermeister Geisel denkt schon weiter

Der Dreiklang Tour de France, Kraftwerk und Düsseldorf soll das Image der Landeshauptstadt ändern. Dies vor dem Hintergrund der rasanten Internationalisierung der NRW-Metropole, die auch auf die Region abstrahlt. Deswegen war es gut, dass der Grand Départ ein Gemeinschaftsereignis vom Bergischen bis zum Niederrhein war. Es war die Tour de Chance, und nicht nur Düsseldorf hat diese Chance trotz teils schlechten Wetters sehr gut genutzt.

Hunderttausende Fans säumen die Tour-Strecke FOTO: Christoph Reichwein

Oberbürgermeister Geisel denkt weiter. Es gibt eine Anfrage für die Deutschland-Tour im nächsten Jahr. Die Rad-WM 2020 ist noch nicht vergeben. Realistische Ziele? Geisel träumte anfangs von null Tour-Kosten für die Stadt, jetzt könnten es bis zu neun Millionen Euro werden. Davon kann man einige Kindergärten bauen. Zudem hielt die Stadt die Tour-Verträge unter Verschluss. Das ist nicht akzeptabel.

Quelle: RP
 
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