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Grand Depart in Düsseldorf
Was bei der Tour am Sonntag alles gesperrt ist - und wie man trotzdem an sein Ziel kommt

Tour de France - Zahlen, Daten, Fakten und Rekorde
Tour de France - Zahlen, Daten, Fakten und Rekorde FOTO: dpa
Düsseldorf. Die zweite Etappe des Radrennens führt am Sonntag durch weite Teile des Stadtgebiets. Ein Überblick über die Fortbewegungsmöglichkeiten mit Bus, Bahn, Rad und Fuß. Autofahren macht kaum Sinn. Von Christian Herrendorf

Nachdem die Düsseldorfer sich zwischen Donnerstag und Samstag langsam an die Tour und ihre Auswirkungen gewöhnt haben, wird der Sonntag noch einmal die ganz große Herausforderung. Die zweite Etappe führt kreuz und quer durch die Stadt: Von der Altstadt rollen die Sportler um 12.03 Uhr in den Hafen, von dort durch die City zum offiziellen Start an die Kaiserstraße. Mit Vollgas geht es dann durch Pempelfort, Düsseltal, Grafenberg und Gerresheim. Nach einem Abstecher in die Nachbarstädte kehren die Radprofis noch einmal nach Düsseldorf zurück. Sie passieren Rath, Mörsenbroich und Derendorf, fahren über die Theodor-Heuss-Brücke und durch alle vier linksrheinischen Stadtteile. Kurz nach halb zwei wird die Tour die Landeshauptstadt verlassen haben.

Auto Ab 5 Uhr morgens werden die Verkehrsteilnehmer nicht mehr so durch Düsseldorf kommen, wie sie es gewohnt sind, weil dann die Vorbereitungen für die zweite Etappe beginnen. Die Strecke wird ab etwa 9 Uhr gesperrt und bleibt dies bis etwa eine Stunde nachdem das letzte Fahrzeug der Tour durchgekommen ist. Die Polizei gibt die Strecke nach und nach wieder frei.

Wie am Vortag sind die Straßen der Strecke sowie die angrenzenden Straßen dicht, auch der Rheinufertunnel und die Cecilienallee stehen nicht zur Verfügung. Autofahrer können die Strecke an extra dafür eingerichteten Kontrollstellen queren - allerdings nur, bis die Werbekarawane (startet um 10 Uhr) kommt, und solange, bis das Feld einschließlich der Begleitwagen vorbeigerauscht ist. An den Kontrollstellen stehen Mitarbeiter der Stadt, die das Queren erlauben. Wartezeiten sind dort sicher nicht auszuschließen.

Für die zweite Etappe fallen noch mehr Parkplätze weg. Die passenden Schilder stehen schon und geben auch an, wie lange das Halteverbot gilt. Wer es missachtet, kann sehr sicher davon ausgehen, dass sein Auto abgeschleppt wird.

Alle Tour-Etappen im Überblick FOTO: ap, PDJ

Für den Weg in die Stadt ist das Auto am Sonntag mindestens ebenso ungeeignet wie am Samstag. Wer einen Stellplatz haben will, sollte deshalb unter www.parkvogel.de/granddepart einen buchen. Im Paket für 20 Euro ist ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel (maximal vier Personen) enthalten. Die reservierten Plätze liegen an der Messe, am Dome und an der Uni. Für Rollstuhlfahrer, die mit dem Auto anreisen, sind auf der Maximilian-Weyhe-Allee und am Aquazoo Parkplätze eingerichtet, die ebenfalls unter parkvogel.de/granddepart gebucht werden können. Kosten: fünf Euro.

Die Stadtverwaltung hat den Bewohnern der gesperrten Bereiche eine wichtige Bitte geschickt: Sie sollten angesichts der beschriebenen Einschränkungen ihr Auto wirklich nur nehmen, wenn es unbedingt erforderlich ist, und die Autos rechtzeitig außerhalb der gesperrten Bereiche abstellen.

Alle Infos zu den Teams FOTO: dpa

Bahnen Die gute Nachricht als Erstes: Auf den Linien U72 bis U79 sind mehr und/oder längere Züge im Einsatz, damit die Radsportfans gut an die Strecke kommen. Die weniger gute Nachricht: Elf Bahn-Linien können nicht den vertrauten Kurs nehmen. Die U71 fährt nur zwischen Benrath und Uni, nicht in die Stadt. Die U72 pendelt zwischen Volmerswerth und Arbeitsagentur, nicht bis Ratingen. Die U73 ist nur zwischen Uni und Grafenberg unterwegs, nicht bis Gerresheim. Die U75 fährt nicht nach Neuss (dort kommt die Tour auch noch durch). Die U76 wird zwischen Bovert und Lörick unterbrochen (11.30 bis 14.30 Uhr).

Die 701 bedient nicht den Abschnitt zwischen Berliner Allee und Heinrichstraße, die 704 nicht den zwischen Hauptbahnhof und Merziger Straße. Die 705 verkehrt nicht zwischen Berliner Allee und Unterrath, die 706 nicht zwischen Marienhospital und Bilker Kirche und die 707 nicht zwischen Hauptbahnhof und Unterrath. Die 709 nimmt zwischen Bilker Kirche und Hauptbahnhof eine Umleitung über die Strecke der 707. Alle genannten Änderungen gelten ab morgens und bis zum Nachmittag.

Tour de France: Das verdient Düsseldorf am Grand Départ

Busse Im Bus-Netz herrscht am Sonntag Ausnahmezustand. In Düsseldorf werden mehr als zwei Dutzend Linien teilgesperrt, verkürzt, umgelegt: 721 (nicht zwischen Nordfriedhof und Hauptbahnhof), 723 (nicht zwischen Bilker Kirche und Hafen), 724 (nicht durch Gerresheim), 725 (nicht zwischen Brehmplatz und Arbeitsagentur und nicht durch Gerresheim), 726 (nicht zwischen Bilker Kirche und Carlstadt), 730 (nicht zwischen Morper Straße und Rath), 732 (nicht zwischen Kirchplatz und Lausward), 737 (nicht durch Gerresheim), 738 (nicht zwischen Berthastraße und Mettmann), 752, 754 (beide nicht zwischen Derendorf und Hauptbahnhof), SB50, 780, 782, 785 (alle vier enden und wenden an der Steinstraße/Königsallee), 805 (nicht zwischen Rheinbahnhaus und Steinstraße), 817 (nicht zwischen Hauptbahnhof und Heinrich-Heine-Allee), NE3, NE4, NE5 (alle drei nicht zwischen Pempelforter- und Charlottenstraße), NE7 (nicht zwischen Hauptbahnhof und Kirchplatz). Ganz eingestellt von Sonntagmorgen bis zum Nachmittag werden die Linien 733, 734, 828, 833 und 834.

Fußgänger Das untere Ende des eigenen Körpers ist am Tag der zweiten Etappe mehr denn je das zuverlässigste Transportmittel. Allerdings sind die Radprofis so schnell unterwegs, dass es mindestens eine Herausforderung ist, das Feld zwei Mal zu sehen. Denk- und machbar erscheint es, die Startphase im Hafen oder in der City anzuschauen und dann zügig zur Theodor-Heuss-Brücke zu gehen, die sie etwas mehr als eine halbe Stunde später nehmen. Die Strecke lässt sich an bestimmten Punkten zu Fuß überqueren, wenn nicht gerade die Werbekarawane oder der restliche Tourtross vorbeikommen.

3500 Teilnehmer radeln bei Race am Rhein durch Düsseldorf FOTO: dpa, a htf

Radfahrer Es gilt im Wesentlichen dasselbe wie für die Fußgänger: Zwei Punkte an der Strecke lassen sich mit etwas Ehrgeiz und sportlichem Geschick durchaus erreichen, Einschränkungen ergeben sich aus der Natur der Großveranstaltungen. Auch der Weg von der einen auf die andere Seite der Strecke ist an dafür vorgesehenen Stellen möglich - wenn auf der Strecke nichts los ist.

Quelle: RP
 
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