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Düsseldorf
Gründer gesucht

Düsseldorf: Gründer gesucht
Die Zahl der Veranstaltungen bei der Start-up-Woche hat sich gegenüber der ersten Auflage 2016 - hier im Bild - mehr als verdoppelt. FOTO: Stadt Düsseldorf
Düsseldorf. Morgen beginnt die zweite Auflage der Start-up-Woche in Düsseldorf. Das Programm lohnt sich nicht nur für Gründer. Von Florian Rinke

Mit erfolgreichen Start-ups ist es ein bisschen wie mit älteren Geschwistern: Obwohl man vieles als junger Gründer anders machen will, hegt man doch ein bisschen Bewunderung für sie und freut sich, hin und wieder einen Blick in das Zimmer der Älteren zu werfen, weil diese Welt aus der Perspektive des Jüngeren immer eine gewisse Faszination ausstrahlt.

Bei der zweiten Auflage der Start-up-Woche, die ab morgen wieder bis zum 12. Mai in Düsseldorf stattfindet, wird es deshalb erstmals die Möglichkeit geben, bei den "älteren Geschwistern" reinzuschnuppern. Unternehmen wie der Telefonieanbieter sipgate oder die Online-Jobbörse Stepstone öffnen ihre Türen.

Das Interesse ist groß: Bei Stepstone meldeten sich so viele Teilnehmer für eine Führung durch die neue Firmenzentrale im Medienhafen an, dass das Kontingent von ursprünglich 25 Teilnehmern noch einmal aufgestockt werden musste.

Und auch andernorts zeigt man sich noch vor dem Start erfreut über die Neuauflage der Start-up-Woche, die im vergangenen Jahr Premiere feierte. Die Zahl der Veranstaltungen hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (100 statt 40). Bei der IHK heißt es, für eine Veranstaltung über Recht im Onlinehandel seien bereits 40 der 70 Plätze ausgebucht.

Bei den Veranstaltungen können sich junge Gründer zu verschiedenen Themen informieren und austauschen. Es geht darum, wie man die richtigen Mitarbeiter findet, wie Start-ups an Kapital kommen und wie sie sich gute Ideen per Patent schützen lassen können. Gleichzeitig können die Gründer auch mit etablierten Unternehmen in Kontakt kommen, denn an der Start-up-Woche nehmen Schwergewichte wie der Telekommunikationskonzern Vodafone, Anwaltskanzleien und Unternehmensberatungen, aber auch Institutionen wie die Industrie- und Handelskammer teil. "Start-ups verändern unseren Blick auf unsere eigenen Produkte und Services", erklärt Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter, warum man wieder dabei ist: "Ihren Wagemut wollen wir unterstützen."

Nach Angaben der Wirtschaftsförderung gibt es inzwischen 250 Start-ups in Düsseldorf, die insgesamt rund 2000 Mitarbeiter beschäftigen. 83 davon sind demnach in den vergangenen zwei Jahren entstanden. Yvonne Firdaus, Gründerin des Coworking Space Factory Campus, in dem Unternehmen Bürofläche mieten können, ist überzeugt, dass die Start-up-Woche einen wichtigen Beitrag dazu leistet, das Bewusstsein für Gründungen in der Region zu stärken: "Das ist auch wichtig, Start-ups sind schließlich die Unternehmen von morgen."

Infos: www.startupwoche-dus.de

Quelle: RP
 
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