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Düsseldorf
Gründgens-Platz: Mauer kommt weg

Düsseldorf. Das denkmalgeschützte Bauwerk auf dem Gründgens-Platz wird eingelagert.

Im Streit um die denkmalgeschützte Mauer auf dem Gustaf-Gründgens-Platz ist eine Lösung gefunden. Das Bauwerk wird für den Umbau der Tiefgarage abgebaut, eingelagert - und soll später wieder aufgebaut werden.

Zu diesem Zweck wird vor dem Abriss eine Dokumentation der Mauerelemente erstellt. Dies war eine Auflage der Denkmalschützer. Die Mauer soll "an Ort und Stelle" wieder aufgebaut werden, heißt es in den Unterlagen zu einer Sondersitzung, zu der sich diverse Ausschüsse morgen wegen des "Kö-Bogen II"-Projektes treffen. Allerdings ist offenbar noch nicht geklärt, wie genau die Mauer in das neu gestaltete Areal integriert wird. Sie "könnte zum Beispiel in geeigneter Form in die Gestaltung des Tiefgaragenneubaus einbezogen werden", heißt es in der Vorlage.

Um die Mauer hatte es einen langen Konflikt zwischen Stadtplanern und Denkmalschützern gegeben. Darüber hinaus führte die Familie von Bernhard Pfau das Urheberrecht des Schauspielhaus-Architekten an. Es deutet aber einiges darauf hin, dass Pfau die Mauer nicht als Bestandteil seines Ensembles sah, sondern als Notlösung, um die inzwischen stillgelegte Tankstelle zu verdecken. Pfau hatte immer wieder beklagt, dass der Vorplatz nicht angemessen gestaltet worden sei. Dies zeigt unter anderem ein Leserbrief des Architekten, der auch an die Ausschuss-Mitglieder verteilt wird.

(arl)
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