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Rheinhafen-Ausbau in Düsseldorf
Grüne fordern neue Zahlen zum Reisholzer Hafen

Rheinhafen-Ausbau in Düsseldorf: Grüne fordern neue Zahlen zum Reisholzer Hafen
Weiter ist unklar, ob der Hafen ausgebaut wird. FOTO: RPD_CenterTV
Düsseldorf. Seit Jahren wird darum gerungen, ob der Rheinhafen vergrößert wird. Die Diskussion zieht sich schon lange - so lange, dass die Grünen die Aktualität der vorliegenden Gutachten anzweifeln. Von Arne Lieb

Die Ratsfraktion kritisiert, dass die Zahlen im entscheidenden Verkehrsgutachten aus dem vergangenen Jahr offenbar mehr als fünf Jahre alt sind. Möglicherweise, so meinen sie, hat sich der Bedarf der in Düsseldorf ansässigen Unternehmen inzwischen geändert. An diesem Wert hängt aber die Zustimmung der Grünen.

Die Fraktion hat daher eine Anfrage für den Haupt- und Finanzausschuss eingereicht, der am Montag im Rathaus zusammenkommt. Die Grünen fragen nach, ob und wann die Zahlen aktualisiert werden, damit endlich eine Entscheidung über das Großprojekt getroffen werden kann. "Wir wollen, dass die Prüfung zügig weitergeht", sagt Fraktionsgeschäftsführer Stephan Soll.

Seit Jahren wird darum gerungen, ob der Rheinhafen vergrößert wird. Die Ampel-Kooperation aus SPD, Grünen und FDP macht ihre Zustimmung unter anderem davon abhängig, dass der Hafen auch wirklich in erster Linie von den Firmen im Düsseldorfer Süden genutzt und dadurch Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird. Die Sorge - insbesondere der Grünen - ist es, dass stattdessen ein überregional bedeutender Umschlagplatz entsteht und dadurch sogar mehr Autoverkehr als bisher nach Düsseldorf angezogen wird.

Aus Sicht der Ratsfraktion könnte sich die Einschätzung in dieser Frage längst geändert haben, seit 2012 ein Gutachten vorgelegt wurde, mit dessen Zahlen bis heute operiert wird. So habe etwa Henkel inzwischen ein neues Logistikkonzept erarbeitet. Die Vorgabe ist es, dass 85 Prozent des Umschlags des erweiterten Hafens auf Unternehmen entfällt, die ihren Sitz in der Landeshauptstadt haben.

Inzwischen wurde eine Entwicklungsgesellschaft gegründet, um das Projekt voranzutreiben. In diesem Zusammenhang waren auch neue Zahlen angekündigt worden. Die Bürgerinitiative "Hafenalarm" kämpft gegen den Ausbau. Sie trifft sich am Montag zu einer Vollversammlung, zu der die SPD-Landtagsabgeordnete Walburga Benninghaus eingeladen ist. Auch andere Kandidaten für die anstehende Wahl am 14. Mai kommen zu Veranstaltungen der Hafengegner, um über das Projekt zu diskutieren.

Quelle: RP
 
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