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Düsseldorf
Grüne wollen das Theaterzelt vor den Landtag holen

Düsseldorf. Mit einem Theater-Zelt will der neue Schauspiel-Intendant Wilfried Schulz zu Beginn der kommenden Spielzeit ein besonderes Spektakel bieten. Eigentlich ist vorgesehen, dass es auf den Rheinwiesen aufgebaut wird - die Grünen regen nun einen anderen Standort an.

"Es wäre toll, wenn das Zelt direkt vor dem Landtag steht", sagt der Landtagsabgeordnete Martin-Sebastian Abel. Er sieht praktische Vorteile: Die Verkehrsanbindung ist besser, auch für den Aufbau der Technik dürfte der Standort bequemer sein. Das könnte Kosten sparen. Abel findet, die Nähe zum Landtag hätte zudem symbolischen Wert: "Das Zelt wäre ein Zeichen für die Anbindung von Stadt und Land."

Ob der Schauspiel-Intendant die Idee begrüßt, ist unklar. Für ein Zelt auf der Kirmes-Wiese, die oft auch Zirkusse nutzen, spricht in jedem Fall, dass es von weither zu sehen ist. Mit einem Zelt vor dem Landtag würde das Schauspielhaus hingegen nicht zuletzt eine Tradition fortführen: Auch die Oper nutzte vor neun Jahren die Wiese vor dem Landesparlament als Standort für ein Ausweichquartier.

Wilfried Schulz übernimmt zum Sommer das Schauspielhaus. Allerdings steht ihm das Gebäude am Gustaf-Gründgens-Platz wegen der Bauarbeiten für "Kö Bogen II" mindestens für die erste Spielzeit nicht zur Verfügung. Wichtigste Spielstätte bleibt so lange das "Central" am Hauptbahnhof. In die großzügige Probebühne ist das Schauspielhaus bereits zu Jahresbeginn umgezogen. Zudem will Schulz andere Spielorte nutzen. Dazu gehört das Zelt, das Schulz vom Thalia-Theater in Hamburg mietet, aber auch das Capitol-Theater. Dort soll das Weihnachtsstück gezeigt werden.

(arl)
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