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Düsseldorf
Grundwasser zu hoch: Straße wird gesperrt

Düsseldorf. Die Kombination aus einem hohen Grundwasserstand und der kalten Witterung sorgt für eine Sperrung auf der Vennhauser Allee. Als Teil der Verkehrssicherungspflicht ließ die Stadt gestern die rechte Fahrspur der Hauptstraße in Fahrtrichtung Gerresheim unter den Bahngleisen sperren. Die Dauer richtet sich nach dem Grundwasserstand und der Witterung; bisher ist kein Zeitpunkt für die Aufhebung angekündigt.

Der Hintergrund ist ein interessantes Phänomen. Wenn nämlich das Rhein-Hochwasser zurückgeht, steigt üblicherweise das Grundwasser (das sonst in Richtung Fluss fließen würde). Das führt dort zu Problemen, wo der Grundwasserstand ohnehin relativ hoch ist. Die Vennhauser Allee unterquert zudem auf einem Teilstück die Eisenbahnstrecke von Hilden nach Düsseldorf - und ist dort als so genanntes Wannenbauwerk ausgeführt.

"Bei einem so hohen Grundwasserstand kann Wasser an die Oberfläche auf die Straße gedrückt werden", erklärt Stadtsprecher Michael Buch. Diese wiederum könnten bei den aktuellen Minustemperaturen gefrieren und gefährliche Eisflächen entstehen lassen - an der Vennhauser Allee betrifft das im wesentlichen die rechte Spur. "Die Sperrung ist an dieser Stelle nicht zu vermeiden", betont der Sprecher. Möglicherweise könne die Engstelle während des Berufsverkehrs für Ärger bei den Autofahrern sorgen: "Aber man ärgert sich mehr, wenn man sich auf glatter Straße um die eigene Achse dreht." Aufgehoben wird die Sperrung, wenn entweder der Grundwasserspiegel wieder sinkt - oder wenn es wärmer wird und keine Eisglätte droht.

(nic)
 
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