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Gut gemeint aber wenig hilfreich

Düsseldorf. sonja.schmitz @rheinische-post.de

Der Wohnungsmangel in Düsseldorf ist ein drängendes Problem - keine Frage. Doch es ist auch eines, das nicht leicht zu lösen ist. Jeder Ansatz, der Abhilfe verspricht, ist deshalb willkommen. So ist es nur verständlich, dass Düsseldorfs Politiker sich erhoffen, mit der neuen Satzung zum Wohnungserhalt Wohnraum für die Bürger zu retten. Jede leerstehende Wohnung ist ein Ärgernis. Und wer sie dauerhaft an Touristen vermietet, nutzt sie gewerblich. Da wäre es gut, ein Instrument zu haben, mit dem die Stadt dies unterbinden kann. Das haben mit einer Satzung zum Erhalt des Wohnraums schon andere Städte versucht. Darauf weist mit gutem Recht der Interessensverband der Hauseigentümer Haus und Grund hin: Und die Erfahrungen in Köln und Berlin zu diesem Vorhaben sehen denkbar mager aus. So waren innerhalb von zwei Jahren in Köln wegen des Zweckentfremdungsverbots 100 Anzeigen eingegangen. 54 Fälle davon hatten sofort wieder eingestellt werden müssen. Angesichts der geringen Ausbeute hat die Satzung den Praxistest nicht bestanden. Warum soll Düsseldorf nun den gleichen Weg beschreiten?

Quelle: RP
 
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