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Düsseldorf
Händler erklären Geisel, wo es hakt

Düsseldorf: Händler erklären Geisel, wo es hakt
Jürgen Hagendorn von der Werbegemeinschaft Eller trug eine Reihe von Problemen der Händler im Rathaus vor. FOTO: Bernd Schaller
Düsseldorf. Werbegemeinschaften wünschen sich einen Verweis auf die Stadtteile auf der Homepage der Stadt und feste Ansprechpartner im Rathaus. Von Sonja Schmitz

Als Thomas Geisel für das Oberbürgermeisteramt kandidierte, war eine seiner zentralen Wahlkampfbotschaften: Die Stadtteile sind wichtig für Düsseldorf und sollen gestärkt werden. Die Gewerbetreibenden dort nahmen die Botschaft mit Freude auf und fragten sich, ob, wie und wann der Ankündigung wohl die Umsetzung folgen würde. Immerhin hatten gestern 18 Vertreter der Werbegemeinschaften aus den Stadtteilen die Gelegenheit, Oberbürgermeister Thomas Geisel ihre drängendsten Verbesserungsvorschläge zu präsentieren.

Dabei ging es um Probleme, die alle Händler betreffen, unabhängig vom jeweiligen Standort. Als einen wichtigen, leicht zu ändernden Umstand nannten die Händler die fehlende Erwähnung der Angebote der Stadtteile auf der Homepage der Stadt. Die Grafikerin Christina Dehn aus der Gemeinschaft "Loretto 360°" regte an, dass die Seiten der Stadtteile unter dem Punkt "Einkaufen und Ausgehen" zumindest verlinkt würden.

Bislang sind dort lediglich Königsallee, Schadowstraße, Altstadt und Medienhafen aufgeführt. Geisel wies darauf hin, dass die Seite im Zuge der Neuausrichtung des Marketings sowieso gerade überarbeitet werde. Er kündigte an, zu überprüfen, von wem die Seite gepflegt wird.

Beim Thema Leerstand, das von Jürgen Hagendorn aus der Werbegemeinschaft Eller angesprochen wurde, regten die Händler an, den aktuellen Stand online verfügbar zu haben. Dies erleichtere den Überblick. "Man könnte schnell feststellen, in diesem Stadtteil gibt es schon das x-te Nagelstudio, aber in Wersten wäre noch eines denkbar", erklärte Hagendorn. In Oberhausen gibt es ein online verfügbares Leerstandkataster bereits. Geisel leuchtete der Vorteil ein, und er gab zu bedenken: "Das müsste zentral verwaltet, aber lokal gepflegt werden." Der IHK, die bereits Leerstände dokumentiert, käme dabei eine führende Rolle zu. Inwieweit die aufwendige Aktualisierung von den Händlern geleistet werden könnte, blieb offen. Denn eines machten sie auch klar: Ein Problem, das sie alle haben, ist Zeitmangel. Umso ärgerlicher ist es für sie, wenn bei der Organisation von Veranstaltungen viel Zeit verloren geht, weil bei der Stadt die Ansprechpartner nicht klar sind oder diese nur eingeschränkt erreichbar sind. Er habe gestern in der Rheinischen Post gelesen, dass Kreative im Rathaus einen Ansprechpartner erhalten, berichtete Hagendorn. So eine Person wäre auch für die Werbegemeinschaften hilfreich und wichtig.

Weiterhin gab Hagendorn zu bedenken, dass Stadtteilfeste der Werbegemeinschaften dazu beitragen würden, für den Stadtteil zu werben. Die Händler seien froh, wenn dabei am Ende kein Verlust entstehe. Weil die Vereine nicht gemeinnützig sind, seien die Kosten für die Straßennutzung aber höher als beispielsweise bei einem Schützenfest. Auf die Frage, ob das nicht anders eingeordnet werden könne, reagierte Geisel aufgeschlossen.

Zum Thema Baustellenmanagement warb Wilhelm Behmer von der Nordstraße dafür, Eigentümer und Händler frühzeitig in die Planung einzubeziehen. Weil zuvor Händler erzählt hatten, wie sie mit privaten Kontakten gute Lösungen erzielten, erklärte Geisel: "Das schönste ist, wenn die Verwaltung gut funktioniert ohne Vitamin B."

Quelle: RP
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