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Düsseldorf
Haftstrafen für Mietwagendiebe

Düsseldorf. Mit Haftstrafen, aber auch mit Kritik an Autovermietungen hat das Landgericht gestern den Prozess gegen zwei Männer (62/40) aus den Niederlanden beendet. In sechs Fällen hatten sie versucht, Luxuslimousinen mit gefälschten Kreditkarten und ohne gültigen Führerschein anzumieten, was in drei Fällen sogar gelungen war.

Die erbeuteten Nobelautos im Gesamtwert von rund einer Viertelmillion Euro waren laut Anklage direkt in die Niederlande geschafft und verkauft worden. In Teilgeständnissen hatten die Angeklagten die Vorwürfe bei Prozessbeginn vor vier Wochen bestätigt. Beide Männer hatten allerdings versucht, die eigene Rolle bei den Taten herunterzuspielen.

Das Landgericht kam gegen beide Angeklagte nun zum Schuldspruch. Der Ältere, der als Mieter der Autos aufgetreten war, wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, wobei sein Teilgeständnis mildernd berücksichtigt wurde und auch der Umstand, dass er schwer krebskrank ist. Der 40-Jährige muss laut Urteil für dreieinhalb Jahre in Haft. Er soll laut Anklage der Auftraggeber und Drahtzieher des Betrugs-Komplotts gewesen sein, soll die Fahrzeuge über die Grenze gebracht und verkauft haben.

Die Richter hielten den Angeklagten auch zugute, dass es den Betrügern bei einer Autofirma leicht gemacht worden sei. So seien hochwertige Wagen herausgegeben worden, obwohl die vom 62-Jährigen vorgelegte Kreditkarte nicht mal mit einer Unterschrift versehen war. Erst ein Mitarbeiter einer anderen Autovermietung sah genauer hin und hat dann die Festnahme der Männer bewirkt.

(wuk)
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