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Düsseldorf
Handwerker arbeiten an 105 Schulen

Düsseldorf: Handwerker arbeiten an 105 Schulen
Die denkmalgeschützte Fassade der Martin-Luther-King-Schule in Gerresheim wird in den kommenden Wochen saniert. 320 000 Euro kostet das. Das Geld stammt aus dem Masterplan Schulen. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Die Aufräumarbeiten nach dem Pfingstorkan Ela dauern an. Parallel starten die Sanierungsarbeiten an mehr als 100 der insgesamt 170 Düsseldorfer Schulstandorte. Rund 8,2 Millionen Euro investiert die Stadt in den Ferien. Von Jörg Janssen

Das städtische Gebäude-Management nutzt die großen Ferien für rund 125 Um-, Erweiterungs- und Neubauprojekte an den Düsseldorfer Schulen. Finanziert werden die Baumaßnahmen aus dem mit jährlich 30 Millionen Euro ausgestatteten Masterplan Schulen. Zu den Standorten, die von den gut acht Millionen Euro profitieren, zählt das Gerresheimer Gymnasium Am Poth. Dort wird für 360 000 Euro auf dem Schulhof eine Übergangsmensa für 190 Schüler errichtet.

"Bislang gab es ein Provisorium in einem früheren Werkraum mit etwa 100 Plätzen. Doch die reichten vorne und hinten nicht", sagt Schulleiter Dirk Schnelle. Weil es Gedränge und lange Wartezeiten gab, hätten zahlreiche Jungen und Mädchen gleich ganz auf ein warmes Essen verzichtet. Das müssten sie künftig nicht mehr, meint Schnelle, dessen Sekundarstufe I (Klassen 5-9) von August an komplett im Ganztagsbetrieb laufen wird. "In der ersten Phase rechne ich mit 250 Teilnehmern pro Tag." Denkbar sind bis zu 600 Mahlzeiten in einem Drei-Schicht-Betrieb.

Düsseldorf: Ein Monat nach dem Sturm Ela FOTO: Uwe-Jens Ruhnau

Schnelle, dessen Naturwissenschaftstrakt zuletzt komplett erneuert wurde ("das hat super funktioniert"), denkt aber noch weiter. Denn sein Gymnasium soll laut "Prioritätenliste" für Schulbau-Maßnahmen eigentlich einen Erweiterungsbau mit endgültiger Mensa sowie neuen Klassenräumen erhalten. Doch das Gymnasium steht auf Platz 15 dieser Liste. Und das bedeutete in der Vergangenheit meist, dass das Projekt faktisch erst einmal auf Eis lag. "Ich bin gespannt, ob der neue Oberbürgermeister und der neue Rat tatsächlich künftig mehr Geld in den Schulbau stecken und wichtige Bauprojekte dadurch beschleunigen", sagt Schnelle, der auch Sprecher der Düsseldorfer Gymnasien ist.

Fotos: Die umgeknickten Bäume von den Rheinwiesen FOTO: Andreas Endermann

Zu den wichtigsten Sommerferien-Projekten zählen neben dem Gymnasium Am Poth:

Aktionsplan nach dem Sturm

Comenius-Gymnasium, Oberkassel. Hier werden die vorhandenen, nicht mehr voll funktionstüchtigen Rauchschutztüren durch neue Exemplare ersetzt. Kosten: rund 340 000 Euro.

Martin-Luther-King-Förderschule, Gerresheim. An diesem Standort werden für rund 10 000 Euro Brandschutzmaßnahmen im Gebäude umgesetzt. 320 000 Euro werden in die Sanierung der Außenhülle des denkmalgeschützten Gebäudes (Fassade und Fenster) investiert.

Leibniz-Montessori-Gymnasium, Scharnhorststraße 8, Pempelfort. An diesem Schulstandort wird seit Oktober 2013 der Ausbau der Pausenhalle zur Mensa - einschließlich einer "Cook-&-Chill"-Küche sowie eines Speiseraums - mit rund 200 Sitzplätzen realisiert. Um die Mittagsverpflegung aller Schüler zu gewährleisten, ist die Küche für eine Drei-Schichten-Ausgabe ausgelegt. In diesen Sommerferien sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,8 Millionen Euro.

Werner-von Siemens-Realschule, Düsseltal. In den kommenden sechs Wochen werden die restlichen Fenster des Hauptgebäudes und des Turnhallentraktes ausgetauscht. Mit der aktuellen Umsetzung dieser Abschluss-Maßnahme für rund 445 000 Euro ist die Erneuerung der Türen und Fenster abgeschlossen.

Friedrich-von-Spee-Grundschule, Angermund. Der Spatenstich für dieses große Bauprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 8,7 Millionen Euro erfolgte bereits am 15. Mai dieses Jahres; die Fertigstellung ist für Dezember kommenden Jahres geplant. Das Projekt umfasst die Errichtung eines Neubaus sowie die Modernisierung des Hauptgebäudes. Der zweigeschossige Neubau wird mit einem Aufzug ausgestattet und mit dem Hauptgebäude verbunden. Das als erhaltenswert eingestufte Hauptgebäude wird grundlegend saniert. Zusätzlich erhält der Altbau eine Rampe, die einen barrierefreien Zugang zur Schule ermöglicht.

Quelle: RP
 
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