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Düsseldorf
Haschisch-Raucher will unbedingt ins Gefängnis

Düsseldorf. Heftig hat ein bekennender Haschisch-Raucher (30) gestern die Justiz kritisiert, weil gegen ihn wegen Besitzes geringer Haschischmengen mehrfach Bewährungsstrafen verhängt wurden: "Ich habe gebettelt, dass ich eine frühere Strafe von drei Monaten endlich absitzen kann. Ich will einen Schlussstrich, alles vom Tisch haben, dann kann ich einen Job und eine Wohnung suchen", wetterte er gegen frühere Verurteilungen und deren Bewährungsfolgen. Absichtlich habe er sogar Gerichtsauflagen verletzt, um die Justiz zum Handeln zu zwingen: "Irgendwann muss ich die Strafe sowieso verbüßen, weil das Haschischrauchen werde ich nicht lassen", gab er zu.

Als er nach elf Vorstrafen zuletzt noch mal mit Drogen ertappt worden und dafür nun angeklagt war, forderte er die Richterin auf, hart durchzugreifen: "Bewährung bringt mich keinen Schritt weiter!" Mit seiner dauernd drohenden Inhaftierung im Rücken könne er kein anderes, geordnetes Leben aufbauen, beklagte er. Dem hat die Richterin im Urteil stattgegeben. Für seinen jüngsten Drogenbesitz erhielt er gestern fünf Monate Haft ohne Bewährung.

(wuk)
 
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