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Düsseldorf
Hausbesitzer an der Benderstraße gründen Bürgerinitiative

Düsseldorf. Die Anwohner der Benderstraße, die über Schäden an ihren Häusern durch den Straßenbau klagen, haben sich in einer Bürgerinitiative organisiert. Man wolle die Häuserzeile mit den Nummern 142-170 schützen und erreichen, "dass der weitere Umbau der Benderstraße mit Gerätschaften durchgeführt wird, die der alten Bausubstanz gerechtwerden", heißt es in einer Mitteilung.

Die Hauseigentümer beklagen, dass Risse unter anderem in Fassaden entstanden sind. Sie machen die "Rüttelmaschinen" verantwortlich, mit denen der Boden verdichtet wurde. Dies geschah bislang nur auf der gegenüberliegenden Straßenseite - die Anwohner haben nun Sorgen, dass noch größere Schäden durch die bald anstehenden Arbeiten direkt vor ihren Häusern entstehen.

Für zusätzliche Aufregung sorgt ein Schreiben, das die beiden mit dem Straßenendausbau beauftragten Firmen nach dem RP-Bericht in Briefkästen verteilt haben. Dort heißt es, die Anwohner sollten einen Gutachter beauftragen, "damit sie bei tatsächlich auftretenden Schäden Ansprüche geltend machen können". Für die Bürger ist das eine Unverschämtheit. "Sind wir verantwortlich, auf unsere Kosten Gutachten erstellen zu lassen für einen Umbau, den niemand von uns wollte und brauchte - der nun unsere geliebten alten Häuser beschädigt?"

Bauleiter Hartmut Haase spricht von einem Missverständnis. Man wolle lediglich vor den kommenden Arbeiten den Ist-Zustand dokumentieren, wie es mit der Stadt vereinbart ist. "Das zahlen wir." Dadurch könne man mögliche Schäden später nachweisen. Dies betrifft allerdings nicht die möglicherweise schon entstandenen Probleme.

Nicht nur diese Anwohner beklagen Schäden. Ein weiterer Eigentümer hat sich nach dem RP-Bericht gemeldet. Er hat sich bereits bei zwei anderen Firmen beschwert, die im Auftrag der Rheinbahn tätig waren. Er spricht von Rissen "im gesamten Haus". Er berichtet, die Firmen hätten auf die Beweispflicht des Geschädigten verwiesen - und fühlt sich im Stich gelassen. "In meinen Augen zeigen die Verantwortlichen die angekündigte Bürgernähe in keinster Weise", meint er.

Die Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement, Andrea Blome, bittet die Anwohner, sich direkt an die Stadt zu wenden. "Wir werden uns selbstverständlich kümmern", sagt sie. Allerdings müsse geklärt werden, dass der Schaden wirklich durch den Umbau entstanden ist.

(arl)
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