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Düsseldorf
Hausverwalterin bedient sich an Konten

Düsseldorf. Weil sie nach Schicksalsschlägen in Depressionen verfiel und fremdes Geld an Glücksspielautomaten verspielt hat, wurde eine Ex-Hausverwalterin am Montag zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt.

Die 60-Jährige gab beim Amtsgericht zu, sich von 2011 bis Ende 2013 in mindestens 216 Fällen an Konten von sieben Wohnungsgemeinschaften bedient zu haben. Dadurch sind 180.000 Euro verschwunden. Dabei sollte die Angeklagte als Geschäftsführerin einer Hausverwaltung dafür eigentlich treuhänderisch tätig sein.

Im Prozess gab sie das zu, sprach aber auch vom Tod ihres Lebensgefährten und davon, dass kurz danach eine Freundin gestorben sei. Ihre Depressionen habe sie nur an Spielautomaten ausblenden können, zeitweise habe sie 1500 Euro in drei Tagen verspielt.

Die Frau, die inzwischen als Putzhilfe tätig ist, begab sich wegen ihrer Depressionen und ihrem Hang zum Glücksspiel in ambulante Behandlung. Ob die Opfer von dem Geld etwas zurückbekommen, ist zweifelhaft.

(wuk)
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