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Düsseldorf
Havanna in Düsseldorf

Düsseldorf: Havanna in Düsseldorf
Vor einer kubanischen Straßenkulisse übten auch viele Kinder die ersten Salsa-Schritte. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Beim Latin-Festival im Ballsaal des Hilton lernten die Besucher Salsa-Tanzen und wie eine Zigarre gedreht wird.

Bereits hunderte Meter vor dem Gebäude hallen die Klänge der Trompeten und Posaunen durch die Straßen. Vor dem Eingang stehen viele bunt gekleidete Tänzer mit großen Mojito-Gläsern. Im großen Saal duftet es nach Rum und frischen Zigarrenblättern, während auf der Tanzfläche Salsa getanzt wird.

Für das zweite Düssalsa-Latin-Festival verwandelte sich am Samstag der Ballsaal des Hilton-Hotels in eine kubanische Straßenkulisse. Unter dem Motto "Havanna in Düsseldorf" tanzten hunderte Gäste zu Salsa-Musik, schauten ein kubanisches Tanztheater oder probierten Spezialitäten des Landes. Eine über 700 Quadratmeter große Leinwand mit Häusern der kubanischen Hauptstadt Havanna zierte die Wände des Saals. An etlichen Aktionsständen konnten die Besucher eigene Zigarren drehen oder Salsa lernen.

Initiiert wurde das Fest von Cleo Reyna. Nachdem er 15 Jahre lang in seiner Heimat Kuba als Tanzlehrer gearbeitet hatte, entschied er sich 2004 nach Düsseldorf zu ziehen. "Die kubanische Salsa war hier quasi nicht existent", sagt Reyna. Deshalb kam er auf die Idee, ein Latin Festival zu veranstalten. "Ich wollte, dass Düsseldorf mehr von der kubanischen Kultur mitbekommt", sagt Reyna. Sein Ziel sei es, "la vida cubana" - das kubanische Lebensgefühl - in Düsseldorf bekannt zu machen. Da ihm Kuba am Herzen liegt, beschloss er, die Einnahmen des Festivals an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden, die in seiner Heimat benachteiligte Kinder unterstützen. Das Düssalsa Festival soll, wie bereits der Name vermuten lässt, eine Brücke zwischen seiner Heimat, in der oft auf offener Straße Salsa getanzt wird, und Düsseldorf schlagen.

"Wir sind heute spontan vorbeigekommen. Havanna in Düsseldorf kann man sich ja nicht entgehen lassen", sagt Saskia Michels, die mit ihrem Sohn Tino die zum Festival gehörende Oldtimer-Parade verfolgt. Auch Ingrid Borgmann genießt die Atmosphäre. Nach einer vierwöchigen Reise durch ganz Kuba wolle sie nun alte Erinnerungen wecken: "Ich liebe das kubanische Lebensgefühl, besonders die Heiterkeit und Fröhlichkeit." Als dann die ersten Klänge der kubanischen Band ertönen, beschließt sie: "Ich werde heute Abend noch länger bleiben."

(het)
 
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