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Düsseldorf
Heimathafen mit Klinker-Türmen

Düsseldorf. Fassadengestaltung für Wohnprojekt an Speditionstraße steht fest. Von Uwe-Jens Ruhnau

Die Gestaltungsfragen beim Projekt "Heimathafen" im Medienhafen sind nahezu abschließend geklärt. Die neue Planungsdezernentin Cornelia Zuschke hat im Gespräch mit Uwe Schmitz, Chef des Investors Frankonia Eurobau AG, die letzten Details für die Fassade besprochen. Die beiden Hochhäuser, die nun statt des Projekts "Königskinder" mit den Lüpertz-Figuren auf dem Dach entstehen, sollen eine rötliche Klinkerfassade erhalten. Dies geschieht mit Blick auf die klassische Hafenarchitektur, wie sie in Teilen an Kai- und Speditionstraße erhalten ist. Die ersten beiden der jeweils 20 Etagen werden als Sockel ausgebildet und mit dem Naturstein gestaltet, der auch auf dem Vorplatz liegt. Die Dachebenen sollen eine grünlich schimmernde Metallkrone erhalten, die von den Rheinbrücken aus gut wahrzunehmen ist.

Die beiden Wohntürme sind jeweils 60 Meter hoch. Schmitz plant 400 teilmöblierte Wohnungen, in die etwa die Küchen eingebaut sind. Die meisten Einheiten sollen zwischen 40 und 50 Quadratmeter groß sein, einige wenige nur 35 Quadratmeter. Die Kaltmieten sollen bei 19 Euro pro Quadratmeter liegen. Zum Projekt gehört auch ein flacheres Gebäude mit 4000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Frankonia will dort gemäß Handlungskonzept Wohnen preisgedämpfte Einheiten anbieten, die für 9,60 Euro pro Quadratmeter zu haben sind. Das Angebot ist aber auf zehn Jahre beschränkt.

Schmitz denkt bei den Bewohnern an berufstätige Singles, die sich bis zu 1000 Euro Miete leisten können und das Hafenumfeld schätzen. In direkter Nachbarschaft entstehen gerade die Zentralen von Uniper und Trivago. Dort dürften Menschen arbeiten, die einen Fitnessclub sowie die Bar auf der Dachebene zu schätzen wissen. Von den Gebäuden geht der Blick Richtung Westen (Oberkassel) und über die City nach Norden (Flughafen).

Wegen der nahen Hafenindustrie sind manche Fenster nicht zu öffnen, andere bodentiefe Fenster mit Austritt werden durch Prallscheiben vor dem Lärm geschützt - nur so ist der Heimathafen realisierbar.

Quelle: RP
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