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Düsseldorf
Heine-Kreis stellt sich neu auf

Düsseldorf. Übergangsvorsitzender ist Theaterchef René Heinersdorff.

Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Karl-Heinz Theisen nimmt der neue "Freundeskreis Heinrich Heine" nun Formen an. Der Kreis, der einst aus einer Tischgemeinschaft bei den Düsseldorfer Jonges entstand, wird aus rechtlichen und organisatorischen Gründen in einen Verein überführt. Dessen Mitgliederversammlung wird einen neuen Vorstand wählen oder die vorläufige Spitze bestätigen. Für die Übergangszeit hat eine Findungskommission einen vierköpfigen Vorstand bestellt: Vorsitzender ist René Heinersdorff, Chef des Theaters an der Kö. Für Veranstaltungen ist Bernd J. Meloch verantwortlich, um das Thema Heine kümmert sich Andreas Turnsek, Schatzmeister ist Harald Gaspers.

Der Kreis war vor 19 Jahren ins Leben gerufen worden und orientierte sich nach eigenen Angaben in seinen Zielen am großen Düsseldorfer Dichter Heinrich Heine. Die Mitglieder setzen sich für Aufklärung, Toleranz und Zivilcourage sowie die kulturellen und wirtschaftlichen Belange der Landeshauptstadt ein.

Einer der Schwerpunkte bilden Projekte gegen Gewalt, Extremismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Antisemitismus. So hat der Freundeskreis bewirkt, dass der Platz neben der Kunstakademie in der Altstadt nach Hilarius Gilges benannt wird. Der junge Schauspieler-Eleve Hilarius Gilges war 1933 wegen seiner Hautfarbe von den Nazis ermordet worden. Außerdem sponserte der Freundeskreis, dass mehr als 3000 Exemplare der Autobiografie von Paul Spiegel ("Wieder zu Hause?") in deutschen Schulen verteilt wurden.

(hdf)
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