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Düsseldorf
Heino möchte Café in Düsseldorf

Open Air in Solingen mit Heino, Brings und DJ Ötzi
Open Air in Solingen mit Heino, Brings und DJ Ötzi FOTO: Kempner, Martin
Düsseldorf. Der Musiker kann sich vorstellen, den Ratskeller im Rathaus zu pachten. Von Jörg Isringhaus und Jörg Janssen

Vielleicht ist die Haselnusstorte Heinos größter Schlager: Bis vor zwei Jahren wurde die Kuchen-Kreation des gelernten Konditors im legendären "Rathaus-Café am Marktplatz" in Bad Münstereifel serviert, eine Pilgerstätte für Fans des Musikers. Seit der Schließung des Cafés im Jahr 2012 lässt sich die leckere Kalorienbombe im Historischen Kurhaus bestellen - und vielleicht demnächst auch in Düsseldorf. Denn der 76-Jährige kann sich durchaus vorstellen, dort den Ratskeller mit Café auf dem Marktplatz zu betreiben. "Für mich als gebürtigen Düsseldorfer klingt das interessant", sagt Heino. "Man müsste natürlich vorher genau über die Modalitäten sprechen. Also beispielsweise Größe der Terrasse, Zahl der Tische und Pachtkosten."

Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) möchte den Ratskeller im Rathaus verpachten, um Haus und Platz zu beleben. Für Heino wäre das die Gelegenheit, in seiner Heimatstadt dauerhaft präsent zu sein. In seinem Café zumindest war er früher häufig zu Gast, plauderte mit den Besuchern und signierte Autogrammkarten. Auch heute ist er im Kurhaus gelegentlich anzutreffen. Allerdings ist der Musiker seit seinem Erfolg mit nachgesungenen Rockstücken fast unentwegt auf deutschen Konzertbühnen unterwegs. Vor der zusätzlichen Verpflichtung durch ein weiteres Café scheut er deshalb aber nicht zurück, selbst wenn seine Frau Hannelore etwas abwiegelt. "Ich kann mich zwar über Arbeit nicht beklagen, aber zu viel wird mir das nicht", erklärt Heino. "Wir Düsseldorfer müssen doch zusammenhalten."

20 Jahre Stahlwerk Düsseldorf: Party mit Heino FOTO: TONIGHT/Igor Danajlovski

Im Düsseldorfer Rathaus hat sich Heino allerdings noch nicht gemeldet. "Wir sind gespannt, ob wir etwas von ihm hören", sagt Dieter Schneider-Bichel, Referent von Oberbürgermeister Thomas Geisel. "Ich freue mich, dass es bereits Interessenten gibt - und so prominente noch dazu", meint der Rathauschef. Eine Handvoll möglicher Pächter soll es bislang für die angestrebte Kombination von Ratskeller und Außenterrasse im Sommer geben. Wird aus den Überlegungen tatsächlich Ernst, soll es auf der Außenfläche im Schatten des hoch zu Ross sitzenden Kurfürsten Jan Wellem etwa 60 Plätze geben. Kern des Projekts bliebe aber die Innengastronomie im Keller. Skeptiker sehen genau das als möglichen Knackpunkt. Ein solcher Raum locke vielleicht von November bis Februar Menschen an. Ob ein Konzept an dieser Stelle aber in den anderen Monaten greife, sei fraglich.

2013: Heino mit Rammstein in Wacken FOTO: dpa, Carsten Rehder
Quelle: RP
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