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Düsseldorf
Dauerstau auf der Heinrich-Heine-Allee

Heinrich-Heine-Allee Düsseldorf: Dauerstau - Autofahrer sauer
An der Ecke Heinrich-Heine-Allee / Theodor-Körner-Straße ist zurzeit kaum ein Durchkommen möglich. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Weil die Theodor-Körner-Straße am Corneliusplatz nur noch eine Fahrspur hat, sind nicht nur die Autofahrer genervt. Auch die Anlieger sind sauer. Und Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Erst zum Weihnachtsmarkt soll alles fertig sein. Von Stefani Geilhausen und Uwe-Jens Ruhnau

Es ist auf Düsseldorfs Straßen messbar: Die Ferien nähern sich dem Ende, der Verkehr nimmt zu. Das könnte eine der Ursachen dafür sein, warum es sich seit Tagen auf der Heinrich-Heine-Allee knubbelt, glaubt Andrea Blome. Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement. Denn die Engstelle an der Theodor-Körner-Straße zwischen Kaufhof und Breidenbacher Hof gebe es ja nicht erst seit letzter Woche.

Relativ neu aber ist die Verengung am Corneliusplatz. Wenn ein Teil der von der Heinrich-Heine-Allee kommenden Fahrzeuge bereits zur Kö abgebogen ist, bleibt für den Rest derzeit nur ein Fahrstreifen in Richtung Blumenstraße. Weil da so viel Verkehr nicht aufgenommen werden kann, kommt auf der Heinrich-Heine-Allee vor allem aus Richtung Norden pro Grünphase bestenfalls ein einziges Fahrzeug über die Kreuzung. Folge: Dauerstau.

Das entsteht am Corneliusplatz FOTO: Schweitzer

"Wir behalten das im Auge", sagt Blome, die gestern von unserer Redaktion auf das seit Wochenanfang zu beobachtende Phänomen aufmerksam gemacht wurde. Man wolle prüfen, ob sich die Lage irgendwie entzerren lässt. Nicht nur, weil ab kommender Woche der innerstädtische Berufsverkehr wieder in gewohnter Stärke rollen wird: Die Bauarbeiten in dem Bereich gehören zum Gesamtpaket "Gehweg- und Fahrbahnerneuerung" im Zusammenhang mit dem U-Bahnbau. Und dieses Paket soll erst zum Weihnachtsmarkt, also Mitte November, fertig sein. Einzelne Straßen könnten früher fertig werden, sagte Blome. Ob das auch für den Corneliusplatz vorgesehen ist, konnte sie gestern aber nicht sagen. Ohnehin sieht sie nicht allein die Engstelle durch die Baustellen als Grund für den Rückstau. Der werde auch von den vielen Lieferfahrzeugen, die auf einer der beiden Fahrspuren der Blumenstraße halten, mitverursacht.

In der Tat wirken sich derzeit Rücksichtslosigkeiten auf der Straße auf das neue Nadelöhr drastisch aus: Taxis, die Fahrgäste vorm Breidenbacher Hof aussteigen lassen und dafür halb auf der Fahrbahn halten, die Gelb-Fahrer, die zwangsläufig die Kreuzung zustellen und dabei nicht selten auch die Gleise vor der Rheinbahnhaltestelle blockieren, und auch Fußgänger, die das Ampelsignal ignorieren - allesamt Faktoren, die bei der augenblicklichen Verkehrssituation Nerven kosten und zu Hupkonzerten führen.

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Der Direktor des Breidenbacher Hofs hält die aktuelle Zuspitzung "für extrem ärgerlich". Kummer ist Cyrus Heydarian ja gewohnt, denn es gab seit der Wiedereröffnung des Hotels 2008 noch keinen Tag ohne Baustelle. "Aber jetzt ist unsere Hochsaison, das Haus ist voll." Morgens beginne der Tag mit der Ankunft der Betonmischer, die die Straße blockierten, dann folge der Lärm der Presslufthämmer. Diese Belastung sei den Gästen kaum mehr vermittelbar.

Heydarian kann nicht verstehen, warum man nicht die Grünphasen auf der Achse Heinrich-Heine-Allee/Königsallee verlängert. "Dann würden es mehr Autos über die Kreuzung schaffen und es gäbe keinen Rückstau bis zur Oberkasseler Brücke. Wir haben das angefragt, aber keine Antwort erhalten."

Was am Corneliusplatz entsteht, sehen Sie hier. 

Quelle: RP
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