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Düsseldorf
Heinrich-Heine-Allee: Neue U-Bahn im dritten Untergeschoss

Heinrich-Heine-Allee Düsseldorf: Neue U-Bahn im dritten Untergeschoss
FOTO: Anna Radowski/Vera Weber
Düsseldorf. Die Station "Heinrich-Heine-Allee" wird nach unten erweitert. Im Dezember soll der neue Teil weitgehend fertiggestellt sein, dort fahren ab 20. Februar vier Linien. Damit wird der Bahnhof zum wichtigsten im Nahverkehrs-Netz. Von Christian Herrendorf

Freude und Ärger liegen in der City dicht beieinander. Autofahrer ärgern sich über die Staufalle am Corneliusplatz, die Nahverkehrsnutzer wissen, dass dort unter der Erde so fleißig gearbeitet wird wie darüber und bald der neue Teil des U-Bahnhofs "Heinrich-Heine-Allee" fertig sein wird. An den ersten drei Adventssonntagen sollen die Bürger die neuen Stationen besichtigen können, dann soll auch die Heine-Allee einen weitgehend fertigen Eindruck machen. Die letzten Arbeiten (Beschilderung, Möblierung) müssen bis zum 20. Februar abgeschlossen sein, denn dann beginnt der Betrieb. Der Schlussspurt an der künftig wichtigsten unterirdischen Haltestelle im Überblick:

Wehrhahn-Linie: Ein Blick in die U-Bahnhöfe FOTO: Stadt/Ingo Lammert

Zugänge Vom Corneliusplatz (Ostseite der Königsallee) und von der Theodor-Körner-Straße gibt es eine neue Verbindung in den Untergrund. Sie führt über Roll- und feste Treppen. Der Weg vom Corneliusplatz führt über Zwischenebenen ins dritte Untergeschoss. Von der Theodor-Körner-Straße gibt es einen Zugang zur dann längsten Rolltreppe des Düsseldorfer U-Bahn-Netzes. Die Geräte sind bereits eingebaut, eine Abnahme folgt noch.

Der neue Bahnsteig Die Gleise der Wehrhahn-Linie führen durchs dritte Untergeschoss des U-Bahnhofs. Sie sind ebenso wie der Fahrdraht verlegt, nach den erfolgreichen Proberunden der vergangenen Wochen werden ab September die Rheinbahnfahrer auf ihren Übungstouren dort durchkommen. Sie werden auch die weiteren Fortschritte des Innenausbaus sehen können. Decken und Böden sind bereits weit fortgeschritten, auch an den Wänden sind die Umrisse des Kunstwerks von Ralf Brög und Petra Rink ("Drei Modellräume") schon zu erkennen. Bänke und Mülleimer werden mit als letztes platziert, Verkehrsamtsleiterin Andrea Blome geht davon aus, dass dies alles "just in time" gelingt.

Fotos: Wehrhahn-Linie: Schienen sind verlegt FOTO: Bretz, Andreas

Am neuen Bahnsteig werden vier Linien halten: die U71, die U72, die U73 und die U83. Während alle bisherigen unterirdischen Verbindungen stets über die Achse zwischen Hauptbahnhof und Heinrich-Heine-Allee führten, wird dies bei den genannten Linien nicht der Fall sein. Sie sind zwischen den S-Bahnhöfen Bilk und Wehrhahn unter der Oberfläche unterwegs, in der Mitte dieses Abschnitts liegt die "Heinrich-Heine-Allee". Sie steigt damit zur wichtigsten Station im Düsseldorfer Nahverkehrs-Netz auf.

Der alte neue Tunnel Am Ende der Station, das Richtung Bilk weist, steht die wichtigste Spur früherer Bauarbeiten. Dort war bereits bei der Entstehung des älteren Teils des Bahnhofs vorsorglich ein Stück Tunnel gebaut worden, das im Laufe der Bauarbeiten an zwei andere Röhren angeschlossen wurde: 1. An den neuen Bahnsteig, der wegen des denkmalgeschützten Kaufhof-Gebäudes im Schutze eines Eispanzers in rein bergmännischer Bauweise entstand. 2. Im Süden an die Röhre, die die Tunnelbohrmaschine zwischen Bilker S-Bahnhof und Kasernenstraße gegraben hatte. Der alte neue Tunnel ist für die Nutzer der U-Bahn später daran zu erkennen, dass er eckig und nicht wie die übrige Röhre rund ist.

Testfahrten auf der Wehrhahn-Linie FOTO: Stadt Düsseldorf

Der alte Bahnsteig Am westlichen Ende des neuen Bahnsteigs gibt es Verbindungen zu den bereits vorhandenen Teilen des Bahnhofs. Die eine führt in die Heinrich-Heine-Passage (Fachdeutsch: Verteilerebene), die andere direkt auf die Bahnsteige, an denen heute die Linien Richtung Hauptbahnhof, Messe/Arena und ins Linksrheinische fahren. Alter und neuer Bahnsteig liegen etwa im 90-Gradwinkel zueinander. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden: Am neuen Bahnsteig stoppen ausschließlich Niederflurbahnen.

Quelle: RP
 
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